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In eigener Sache: Mein neues Filmbuch

Einigen Lesern ist bestimmt aufgefallen, daß ich in der rechten Spalte meines Blogs seit längerer Zeit das Cover meines neuen Buchs präsen...

Montag, 3. Mai 2021

TV-Tips für die Woche 18/2021

Nachtrag vom 9. Mai: Offensichtlich hat Disney Channel die für Samstag, 8. Mai, geplante Ausstrahlung von "Arielle, die Meerjungfrau" um eine Woche verschoben. 

Montag, 3. Mai:

Arte, 20.15 Uhr: "Begegnung" (1945)

Sehr späte Free-TV-Premiere des für drei OSCARs nominierten Schwarzweiß-Liebesdramas nach einem Theaterstück von Noël Coward über die zufällige, flüchtige Begegnung von Laura (Celia Johnson, "Der Schlüssel zum Paradies") und Alec (Trevor Howard, "Der dritte Mann"). Das Frühwerk des britischen Meister-Regisseurs David Lean ("Lawrence von Arabien") wurde vom British Film Institute zum zweitbesten britischen Film des 20. Jahrhunderts gewählt und schildert einfühlsam, wie zwei eigentlich glücklich verheiratete Menschen sich unbeabsichtigt langsam ineinander verlieben.

Außerdem:

Mission: Impossible - Phantom Protokoll (der ungemein unterhaltsame vierte Teil der Action-Spionage-Reihe mit Tom Cruise und den Neuzugängen Jeremy Renner und Paula Patton; 22.15 Uhr im ZDF)

Dienstag, 4. Mai:

Nitro, 22.35 Uhr: "Lord of War" (2005)

Andrew Niccols bissige, leider sehr realitätsnahe Satire über einen skrupellosen Waffenhändler (Nicolas Cage in einer seiner besten Rollen), der seinem Interpol-Häscher (Ethan Hawke) stets einen Schritt voraus ist.

HR, 23.55 Uhr: "Es war Nacht in Rom" (1960)

Siehe meine Empfehlung von August 2018 zu Roberto Rossellinis Kriegsdrama.

Mittwoch, 5. Mai:

Arte, 20.15 Uhr: "Die schönen Tage" (2013)

Free-TV-Premiere des für zwei Césars nominierten romantischen Dramas über die verheiratete Zahnärztin Caroline (Fanny Ardant, "8 Frauen"), die nicht so recht weiß, was sie mit der vielen Zeit anfangen soll, als sie in den Ruhestand geht. Sie probiert einiges aus, doch nichts fesselt sie wirklich - bis sie sich in einem Computerkurs in den weit jüngeren Kursleiter Julien (Laurent Lafitte, "Elle") verliebt ...

Arte, 22.40 Uhr: "Hyänen" (1992)

Die hochgelobte senegalesische Tragikomödie basiert auf Friedrich Dürrenmatts oft adaptierter Geschichte "Der Besuch der alten Dame" und erzählt von einer reichen Frau namens Linguére (Ami Diakhate), die nach vielen Jahren in ihren Heimatort zurückkehrt, aus dem sie einstmals vertrieben wurde. Da das Dorf inzwischen heruntergekommen und schuldengeplagt ist, hoffen die Bewohner trotzdem auf Linguéres finanzielle Hilfe - diese ist dazu durchaus bereit, jedoch stellt sie eine perfide Bedingung ...

Donnerstag, 6. Mai:

RBB, 23.40 Uhr: "The Rider" (2017)

Gerade erst hat die gebürtige Chinesin Chloé Zhao Schlagzeilen gemacht als Gewinnerin des Regie-OSCARs, auch als "Bester Film" wurde ihr Aussteiger-Drama "Nomadland" geehrt. Doch bereits mit ihrem vorherigen Film, dem Neo-Western "The Rider", über den ich im September 2020 mehr geschrieben habe, gewann sie zahlreiche Auszeichnungen und die Aufmerksamkeit der Studiobosse. Ihr nächster Film ist übrigens bereits fertig und wird wahrscheinlich keine OSCARs in den Hauptkategorien gewinnen, dafür aber ein weltweiter Blockbuster werden: Marvels Weltraum-Superhelden-Abenteuer "The Eternals" mit Angelina Jolie ist abgedreht und soll im Herbst in die Kinos kommen.

Außerdem:

Die Unfaßbaren 2 (Teil 2 des Showmagier-Thriller-Verwirrspiels erzielt zwar nicht den hohen Unterhaltungswert des zügiger erzählten Vorgängers, bleibt mit neuen spektakulären Tricks und Neuzugang Lizzie Caplan aber unterhaltsam genug, um Vorfreude auf den geplanten Abschluß der Trilogie zu wecken; 20.15 Uhr bei VOX)

Freitag, 7. Mai:

Tele 5, 22.05 Uhr (leicht geschnitten; ungekürzte Wiederholung in der Nacht von Sonntag auf Montag um 23.55 Uhr): "The Crow" (1994)
In Erinnerung wird Alex Proyas' düstere Comicverfilmung für immer vor allem für die tragische Entstehungsgeschichte bleiben, denn Hauptdarsteller Brandon Lee (Sohn von Bruce Lee) starb durch einen Unfall während der Dreharbeiten. Das war deshalb noch mal eine Spur tragischer als ohnehin schon, da es sich um einen richtig guten, von Proyas äußerst stylish inszenierten Actionfilm handelt, in dem Lee - ironischerweise in der Rolle eines ermordeten und als untoter Rächer zurückgekehrten Mannes - echtes Starpotential offenbarte.

Außerdem:

The Amazing Spider-Man (gut gemachte Origin-Geschichte mit zwei starken Hauptdarstellern Andrew Garfield und Emma Stone, die aber auch nicht vergessen machen können, daß dieser letztlich eher kurzlebige Neuanfang zu viele Déjà-vu-Momente enthält; 20.15 Uhr bei Pro 7)

Resident Evil: The Final Chapter (das uninspirierte Finale der langlebigen Zombiejäger-Reihe mit Milla Jovovich; 23.05 Uhr bei Pro 7)

Samstag, 8. Mai:

Disney Channel, 20.15 Uhr: "Arielle, die Meerjungfrau" (1989)

Ohne die Pandemie würde Rob Marshalls Realfilm-Remake des Disney-Zeichentrickklassikers wahrscheinlich noch dieses Jahr in die Kinos kommen, so dürfte es noch mindestens bis 2022 dauern. Da kann man ja vorher noch mal das Original anschauen, das immerhin zwei OSCARs (für die Musik und den besten Filmsong) gewann und lose Hans Christian Andersen Märchen "Die kleine Meerjungfrau" interpretiert: Die quirlige Tochter des Herrschers des Meeresvolks verliebt sich ausgerechnet in einen Menschen, den sie vor dem Ertrinken rettet ...

Pro 7, ca. 4.40 Uhr (gemeint ist die Nacht auf Sonntag, die genaue Anfangszeit hängt von der Länge der Live-Show "Schlag den Star" um 20.15 Uhr ab): "Napoleon Dynamite" (2004)

Verspätete Free-TV-Premiere der kultigen Indie-Coming of Age-Komödie, die Titeldarsteller Jon Heder in den USA zum Comedy-Star machte. Der leicht exzentrische, tagträumende 16-jährige Schüler Napoleon lebt mit seinem deutlich älteren, arbeitslosen Bruder und seiner Großmutter zusammen. In der Schule freundet er sich mit dem mexikanischen Austauschstudenten Pedro (Efren Ramirez) an, der unbedingt Klassensprecher werden will, zudem verliebt er sich in seine schüchterne Mitschülerin Deb (Tina Majorino) - beides wirbelt Napoleons bis dahin so ruhiges Leben ziemlich durcheinander.

Außerdem:

Findet Dorie (sympathische, aber doch deutlich schwächere "Findet Nemo"-Fortsetzung; 20.15 Uhr bei SAT. 1)

Brügge sehen ... und sterben? (grandiose, ungemein atmosphärische Tragikomödie von Martin McDonagh, mit Colin Farrell, Brendan Gleeson und Ralph Fiennes in den Hauptrollen; 22.15 Uhr bei Servus TV)

Hail, Caesar! (detailverliebte und sehr amüsante Hommage der Coen-Brüder an das Hollywood-Nachkriegskino, mit Starbesetzung rund um George Clooney, Scarlett Johansson und Ralph Fiennes; 2.55 Uhr im ZDF)

Sonntag, 9. Mai:

Pro 7, 20.15 Uhr: "X-Men: Dark Phoenix" (2019)

Free-TV-Premiere des vierten und letzten Teils der "X-Men"-Prequel-Reihe mit James McAvoy, Michael Fassbender und Jennifer Lawrence, der nach gutem Beginn leider recht beliebig und mittelmäßig verläuft, seine hochkarätige Bösewicht-Darstellerin Jessica Chastain verschenkt und die so erfolgreiche Reihe damit leider auf dem Tiefpunkt enden läßt.

Außerdem:

X-Men: Zukunft ist Vergangenheit (in Teil 2 der Prequel-Reihe müssen die jungen Mutanten mit ihren älteren Ichs aus der Zukunft zusammenarbeiten, um das Ende der Welt zu verhindern; 22.35 Uhr bei Pro 7)

Ewige Jugend (Paolo Sorrentinos brillant gefilmte Geschichte über das Älterwerden mit Michael Caine, Harvey Keitel, Rachel Weisz und Jane Fonda; 1.45 Uhr in der ARD)

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