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Montag, 13. Juni 2016

Neues aus Hollywood: Weibliches "Ocean's Eleven"-Reboot und Justizdrama "Marshall"

Heute mit zwei neuen Meldungen aus der letzten Woche:

  • Angesichts der zunehmenden politischen Verwerfungen in den USA nicht nur im Rahmen des laufenden Präsidentschafts-Wahlkampfes ist davon auszugehen, daß Hollywood sich in der näheren Zukunft wieder häufiger gesellschaftlich relevanten Themen widmen wird. Ein gutes Beispiel dafür ist das historische Bürgerrechts-Justizdrama "Marshall", das eine frühe, aber wichtige Epsiode aus dem Leben von Thurgood Marshall erzählt, der im Jahr 1967 zum ersten afroamerikanischen Richter am Obersten Gerichtshof werden sollte. Als junger Anwalt war das natürlich nicht abzusehen, Ende der 1930er Jahre arbeitete Marshall für die afroamerikanische Bürgerrechtsorganisation NAACP. Dort erhielt er den Auftrag, im sehr konservativen Connecticut einen schwarzen Chauffeur zu verteidigen, dem u.a. ein Mordversuch an seiner wohlhabenden Arbeitgeberin zur Last gelegt wurde. Marshall arbeitete in dem öffentlichkeitswirksamen Fall, in dem der Angeklagte stark vorverurteilt wurde und eigentlich chancenlos war, mit dem jungen jüdischen Anwalt Samuel Friedman zusammen, für den es sein erster Auftritt vor Gericht war. Der als Co-Produzent von Tarantinos "Django Unchained" OSCAR-nominierte, als Regisseur vorwiegend im TV-Serien-Geschäft tätige Afroamerikaner Reginald Hudlin verfilmt diese Geschichte auf Grundlage eines Drehbuchs, für das sich Jacob Koskoff ("Macbeth") mit seinem Vater, dem renommierten Anwalt Michael Koskoff, zusammentat. Die Titelrolle übernimmt Chadwick "Black Panther" Boseman, während Josh Gad ("Love and Other Drugs") seinen unerfahrenen Kompagnon verkörpert. In weiteren Rollen sind Schauspiel-Veteran James Cromwell ("Die Queen"), Dan Stevens ("The Guest") und Kate Hudson ("Almost Famous") zu sehen. Die Dreharbeiten im Bundesstaat New York haben Ende Mai begonnen, ein Kinostart in den USA dürfte noch Ende 2016 erfolgen.

  • Wesentlich teurer und spektakulärer als "Marshall" wird das seit langem geplante, nun aber scheinbar tatsächlich kurz vor der Realisierung stehende Spin-Off von Steven Soderberghs recht lose auf der 1960er Jahre-Komödie "Frankie und seine Spießgesellen" mit Frank Sinatra basierender "Ocean's Eleven"-Filmreihe werden. Spin-Off (auch von "Reboot" ist die Rede), weil es um eine weibliche Diebesbande gehen soll, die aber mit Sicherheit mit der gleichen Coolness und Raffinesse sowie vermutlich mit gar noch mehr Stilbewußtsein Fieslinge ausrauben wird. Im Zentrum soll die Schwester von Danny Ocean (George Clooney, der aber voraussichtlich zumindest im ersten Film keinen Gastauftritt haben soll) stehen, sehr passend besetzt mit OSCAR-Gewinnerin Sandra Bullock ("Gravity"). Noch sind nicht alle ihre Komplizinnen verpflichtet worden, die bisherige Riege klingt allerdings bereits sehr vielversprechend: Während Jennifer Lawrence leider aus Termingründen absagen mußte, erhielt der Regisseur Gary Ross ("Die Tribute von Panem - The Hunger Games") inzwischen Zusagen von Cate Blanchett ("Carol"), Helena Bonham Carter ("Sweeney Todd"), Elizabeth Banks ("Mädelsabend") und Comedian Mindy Kaling ("Fast verheiratet", TV-Serie "The Mindy Project"). Zwar verhindert Gary Ross eine komplett weibliche Führungsriege des noch nicht betitelten Films, zumindest das Drehbuch stammt aber von einer Frau, nämlich von der Newcomerin Olivia Milch. Soderbergh und Clooney sind als Produzenten vorgesehen. Die Dreharbeiten sollen voraussichtlich erst im Herbst beginnen, womit ein Kinostart vermutlich für Ende 2017 zu erwarten ist (die ersten beiden Teile liefen jeweils Anfang Dezember an, wohingegen "Ocean's Thirteen" in die Summer Season wanderte, was für dieses Reboot natürlich auch nicht ganz auszuschließen ist).

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