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In eigener Sache: Mein neues Filmbuch

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Samstag, 6. Dezember 2014

Samstags-Update (49/2014)

Die einzige größere Veränderung im deutschen Kino-Startplan bis Ende Februar ist eine recht ärgerliche: Stephen Daldrys Abenteuer-Drama "Trash" wurde von Mitte Februar auf Mitte Juni verlegt. Nicht mehr in meiner ausführlichen Vorschau enthalten, aber trotzdem erwähnenswert: J.C. Chandors Drama "A Most Violent Year" mit Oscar Isaac und Jessica Chastain, das in dieser Woche mit dem NBR Award für den besten Film des Jahres 2014 ausgezeichnet wurde, hat in Deutschland einen Startplatz am 19. März 2015 erhalten (und damit leider ein paar Wochen nach der OSCAR-Verleihung).


Box Office-News:
In den Kinosälen herrscht mehr oder weniger die Ruhe vor dem "Der Hobbit 3"-Sturm. Eine Woche vor dem Start von Peter Jacksons sehr wahrscheinlich letztem Mittelerde-Abenteuer traut sich die Konkurrenz nur bedingt, dagegenzuhalten und das Risiko einzugehen, in der zweiten Woche gegen die Zwerge, Elben und Orks unterzugehen. In Deutschland sind die Verleiher allerdings deutlich mutiger als in den USA: Die Kinderbuch-Verfilmung "Paddington" dürfte zum Auftakt mindestens eine Viertelmillion Zuschauer zählen, mit einem guten Sonntag (der bei familienfreundichen Filmen immer möglich ist) könnten es auch deutlich mehr werden. Zum ersten Platz wird es vermutlich dennoch nicht reichen, den sollte mit mindestens 350.000 Besuchern ein weiteres Mal "Die Tribute von Panem – Mockingjay, Teil 1" verteidigen. Auf Platz 2 folgt mit "Die Pinguine aus Madagascar" ein weiterer 3D-Animationsfilm, der von Donnerstag bis Sonntag mindestens 200.000 Zuschauer zählen dürfte. Auf dem vierten Rang landet mit einem knapp sechsstelligen Ergebnis trotz mäßiger Kritiken der weihnachtliche deutsche Komödien-Neustart "Alles ist Liebe", der von vermutlich jedem Rezensenten im Lande mit Richard Curtis' "Tatsächlich ... Liebe" vergleichen wird; allerdings fällt dieser Vergleich in den seltensten Fällen vorteilhaft für die deutsche Variante aus (die übrigens eigentlich ein Remake eines belgischen Films ist ...). In den Arthouse-Kinos läuft derweil Woody Allens Komödie "Magic in the Moonlight" mit Colin Firth und Emma Stone mit wohl knapp 50.000 Besuchern für Allens Verhältnisse auch nur mittelmäßig an.
Während in deutschen Kinos also zumindest noch ein bißchen was los ist, herrscht in den USA (wie eigentlich immer am Post-Thanksgiving-Wochenende) tote Hose. Dabei ist dieses Wochenende ohne einen einzigen breiten Neustart sogar dermaßen uninteressant, daß sich die meisten US-Experten nicht einmal die Mühe machen, wie sonst üblich anhand der frühen Freitagszahlen die Wochenend-Ergebnisse hochzurechnen. Dennoch steht völlig außer Frage, daß "Mockingjay 1" auch hier problemlos die Spitzenposition verteidigen wird, zu erwarten sind etwa $20 Mio. von Freitag bis Sonntag. Dahinter werden wohl "Die Pinguine aus Madagascar" mit gut $10 Mio. folgen, um Platz 3 rangeln "Big Hero 6", "Kill the Boss 2" und "Interstellar", die alle auf $7-9 Mio. kommen sollten.

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