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In eigener Sache: Mein neues Filmbuch

Einigen Lesern ist bestimmt aufgefallen, daß ich in der rechten Spalte meines Blogs seit einigen Monaten das Cover meines neuen Buchs präs...

Montag, 27. Oktober 2014

Neues aus Hollywood (43/2014)

Direkt zur Sache:

  • Der britische Regisseur Ben Wheatley scheint auf Abwechslung zu stehen: Mit seinem ersten Kinofilm "Down Terrace" schuf er 2009 eine Krimikomödie, der zwei Jahre später mit "Kill List" ein Gangster-Thriller mit Horrorelementen folgte. 2012 brachte er die rabenschwarze und sehr blutige Komödie "Sightseers" in die Kinos, wiederum ein Jahr später sorgte der philosophische, drogengeschwängerte und in schwarzweiß gedrehte Experimental-Historienfilm "A Field in England" international für Aufsehen. Bereits abgedreht hat er derweil die dystopische Literaturverfilmung "High-Rise" nach dem gleichnamigen Roman von J.G. Ballard (der in Deutschland als "Der Block" und später als "Hochhaus" erschien). Einer der Hauptdarsteller von "High-Rise" ist der Australier Luke Evans ("Dracula Untold"), der anschließend auch in Ben Wheatleys nächstem Film mitspielen wird: dem Action-Thriller "Free Fire". Wheatley hat das Drehbuch selbst verfaßt und nennt "hard-boiled"-Klassiker wie "Tote schlafen fest", "Der eiskalte Engel", "French Connection", "Reservoir Dogs" oder auch "Casino" als Inspirationsquellen – was definitiv sehr vielversprechend klingt. Die Handlung von "Free Fire" spielt Ende der 1970er Jahre in Boston, wo ein illegaler Waffenhandel spektakulär schiefgeht. Olivia Wilde ("Rush") spielt die Frau, die den Deal in einem verlassenen Lagerhaus vermittelt hat, Evans und Armie Hammer ("Lone Ranger") führen die Gang an, die die Waffen verkaufen will. Auf der anderen Seite des Deals stehen zwei von Cillian Murphy ("Batman Begins") und Michael Smiley ("A Field in England") verkörperte Iren. Momentan befindet sich Wheatley noch auf der Suche nach Investoren, aber wenn alles glatt geht (wovon bei dieser Besetzung eigentlich auszugehen ist), dann sollen die Dreharbeiten im Frühjahr 2015 beginnen. Ein Kinostart wäre dann wohl Anfang 2016 zu erwarten.

  • Der US-Independent-Regisseur Jeremy Saulnier geriet erstmals letztes Jahr ins Blickfeld der Kinofans, als sein Rache-Thriller "Blue Ruin" bei den Filmfestspielen in Cannes einen Preis gewann und anschließend bei zahlreichen Festivals weltweit (inklusive des Fantasy Filmfests in Deutschland) gefeiert wurde. Der Farbenlehre bleibt er treu, denn sein nächster Film wird auf den Titel "Green Room" hören. In dem von ihm geschriebenen Thriller geht es um eine Punkrock-Band, deren junge Mitglieder Zeugen eines furchtbaren Verbrechens werden. Dadurch geraten sie ins Visier brutaler Neo-Nazis und müssen mit allen Mitteln um ihr Leben kämpfen. Den Anführer der Neo-Nazis verkörpert kein Geringerer als Sir Patrick Stewart ("X-Men: Zukunft ist Vergangenheit"), der unter anderem Anton Yelchin ("Star Trek"), Imogen Poots ("Centurion") und Alia Shawkat ("Ruby Sparks") mächtig Furcht einflößen wird. Die Dreharbeiten in Oregon haben bereits begonnen, womit es realistisch erscheint, daß "Green Room" erneut im Mai in Cannes seine Premiere feiern wird. 

  • Fast genau ein halbes Jahr ist es her, daß ich erstmals über den geplanten Science Fiction-Film "The Martian" berichtete. Damals war über das Projekt nicht viel mehr bekannt, als daß Matt Damon die Hauptrolle eines Astronauten spielen wird, der nach einem gigantischen Staubsturm von seinen Kollegen für tot gehalten und deshalb auf dem Mars zurückgelassen wird. Inzwischen gibt es deutlich mehr Details. So wurde der ursprünglich als Regisseur eingeplante Drew Goddard ("The Cabin in the Woods"), der zugunsten des "Spider-Man"-Spin-Offs "The Sinister Six" absagte, hochkarätig ersetzt: Sir Ridley Scott wird nach "Alien" und "Prometheus" ein weiteres Mal cineastisch das Weltall erobern. Und auch die Besetzung neben Damon ist inzwischen sehr ansehnlich bestückt worden: Jessica Chastain ("Zero Dark Thirty") wird die Leiterin der Mars-Mission spielen, als weitere Astronauten agieren Michael Peña ("American Hustle"), Kate Mara (TV-Serie "House of Cards") und Aksel Hennie ("Hercules"). Auf der Erde verkörpert Jeff Daniels ("Looper") den NASA-Chef, zu dessen Untergebenen u.a. Sean Bean ("Silent Hill"), Donald Glover (TV-Serie "Community") und Mackenzie Davis ("Für immer Single?") zählen sowie als Medienspezialistin die langjährige "Saturday Night Live"-Comedienne Kristen Wiig ("Das erstaunliche Leben des Walter Mitty"). Es gibt aber auch Meldungen, wonach sie Damons Frau spielen soll. Zuletzt wurden auch noch OSCAR-Gewinner Chiwetel Ejiofor ("12 Years a Slave") und Shooting-Star Sebastian Stan ("Captain America 2") angeheuert, deren Rollen aber noch nicht bekanntgegeben wurden. Dafür, daß man anfangs dachte, dies würde mehr oder weniger eine One-Man-Show für Matt Damon werden, ist das wahrlich ein illustres Ensemble geworden. Ein Drehbuch-Autor wurde offiziell übrigens nie kommuniziert, es scheint aber so, als hätte Produzent Simon Kinberg (der u.a. Guy Ritchies "Sherlock Holmes" und zuletzt "X-Men: Zukunft ist Vergangenheit" schrieb) die Buchvorlage von Andy Weir in ein Skript umgearbeitet, möglicherweise noch auf Grundlage der Vorarbeit von Drew Goddard. Die Dreharbeiten in Budapest und anschließend in Marokko (für die Mars-Szenen) sollen bereits im November beginnen, der deutsche Kinostart ist für den 26. November 2015 vorgesehen.

Quellen:

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