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Montag, 9. Dezember 2013

Neues aus Hollywood (49/2013)

Auch in dieser Woche gibt es nur wenig Handfestes aus der Welt des Films zu berichten – zwar hat Disney die Rechte künftiger "Indiana Jones"-Filme erworben, was einen (schon lange geplanten) fünften Teil wahrscheinlicher macht; außerdem wurde noch vor dem Start von "X-Men: Days of Future Past" im nächsten Jahr der Starttermin der Fortsetzung "X-Men: Apocalypse" festgesetzt (27. Mai 2016); und schließlich will Paramount Fortsetzungen von "Top Gun" und "Beverly Hills Cop" produzieren. Aber all das ist noch in einem sehr frühen Entwicklungsstadium, über das man mehr kaum schreiben kann. Was noch bleibt:

  • Der Aufstieg des US-Regisseurs und -autors J.C. Chandor scheint unaufhaltsam weiterzugehen: Bereits für sein Debüt "Der große Crash Margin Call" über die Anfänge der großen Finanzkrise ab 2007 erhielt er neben viel Lob sogar eine OSCAR-Nominierung für sein Drehbuch, das Folgewerk "All is Lost" über den Überlebenskampf eines in Seenot geratenen alten Mannes ist momentan gut in der Awards Season unterwegs und sollte seinem Hauptdarsteller Robert Redford etliche Preise einbringen. Und als nächstes soll das Thriller-Drama "A Most Violent Year" folgen, das Chandor wiederum selbst geschrieben hat. Die Geschichte, die dieser Film erzählen soll, spielt 1981 und folgt einem Mann hispanischer Herkunft, der in die USA einwandert und dort zu einem sehr erfolgreichen Geschäftsmann avanciert. "Was hat diese Story mit dem Filmtitel zu tun?", mag der geneigte Leser nun fragen. Ganz einfach, erklärt Chandor, 1981 war statistisch betrachtet eines der gewalttätigsten Jahre überhaupt (ob in den USA oder weltweit, sagt er allerdings nicht). Die Hauptrolle sollte ursprünglich OSCAR-Gewinner Javier Bardem ("No Country for Old Men") übernehmen, der aber nach unüberbrückbaren kreativen Differenzen mit Chandor wieder aus dem Projekt ausgestiegen ist und nun von Oscar Isaac ("Drive", "Inside Llewyn Davis") ersetzt wird. Die weibliche Hauptrolle hat Jessica Chastain ("Zero Dark Thirty") ergattert, womit man die Besetzung bereits anhand dieser zwei Namen als qualitativ eindrucksvoll kategorisieren kann. Der Beginn der Dreharbeiten in New York ist für Ende Januar angesetzt, womit ein US-Release Ende 2014 und damit rechtzeitig zur nächsten Awards Season absolut realistisch erscheint.

  • Im September habe ich bereits über die frühen Besetzungs-Gerüchte für die erste cineastische Umsetzung des "Warcraft"-Computerspieluniversums durch Regisseur Duncan Jones ("Moon") berichtet, letzte Woche haben die produzierenden Studios Legendary und Universal erstmals Offizielles verlautbart. Demnach wird, wie bereits damals vermutet, Paula Patton ("Mission: Impossible – Phantom Protokoll") eine Hauptrolle spielen, von dem seinerzeit ebenfalls gehandelten Colin Farrell ("Brügge sehen ... und sterben?") ist dagegen keine Rede mehr. Stattdessen werden in der Fantasy-Geschichte Ben Foster ("Pandorum"), Rob Kazinsky ("Pacific Rim"), Travis Fimmel (TV-Serie "Vikings") und Toby Kebbell ("Prince of Persia") zu sehen sein, in finalen Verhandlungen soll sich des weiteren Dominic Cooper ("Captain America") befinden. Das sind nun zugegebenermaßen alles keine zugkräftigen Stars, dennoch scheint mir das ein stimmiger, talentierter Cast zu sein. Und ich erinnere daran, daß in Peter Jacksons "Der Herr der Ringe" auch keine echten Stars mitwirkten – sie wurden es erst durch die Tolkien-Trilogie (ja, selbst Sir Ian McKellen, auch wenn der vorher natürlich schon vielen bekannt war). Regisseur Jones scheint einfach stärker auf Inhalte als auf Namen zu setzen, was ja durchaus Anlaß zur Hoffnung gibt, schließlich gibt es gerade im Fantasy-Genre schon mehr als genug bestenfalls mäßige Filme mit Starbesetzung (Jeremy Irons in "Dungeons & Dragons", John Malkovich in "Eragon", Jason Statham und Burt Reynolds in "Dungeon Siege"). Das Drehbuch stammt von Charles Leavitt ("K-PAX") und Jones selbst, die Dreharbeiten in Vancouver sollen auch hier im Januar beginnen. Angesichts der aufwendigeren (Post-)Produktion soll "Warcraft" aber erst am 10. März 2016 in die deutschen Kinos kommen.

Quellen:
Hollywood Reporter ("A Most Violent Year") 
ComingSoon.net ("Warcraft") 

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