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In eigener Sache: Mein neues Filmbuch

Einigen Lesern ist bestimmt aufgefallen, daß ich in der rechten Spalte meines Blogs seit einigen Monaten das Cover meines neuen Buchs präs...

Montag, 4. November 2013

Neues aus Hollywood (44/2013)

Heute kann ich an dieser Stelle nichts über wirklich große kommende Projekte berichten, aber immerhin gibt es drei kleinere, die recht interessant klingen:

  • Biopics über weltbekannte Musiker erfreuen sich in Hollywood seit langem einer recht großen Beliebtheit – kein Wunder angesichts des Erfolges von Filmen wie "Walk the Line" (über Johnny Cash), "Ray" (über Ray Stevens) oder "Dreamgirls" (der zwar eine fiktive Geschichte erzählt, die aber deutlich an Diana Ross & The Supremes angelehnt ist) beim Publikum und vor allem auch bei Preisverleihungen. Der nächste Kandidat für eine Verfilmung seines Lebens ist die 2006 verstorbene Soullegende James Brown ("Sex Machine"). "Get On Up" wird erzählen, wie der in armen Verhältnissen aufgewachsene Afroamerikaner zu einem der erfolgreichsten und stilistisch einflußreichsten Musiker des 20. Jahrhunderts aufstieg. Die Regie übernimmt Tate Taylor, der mit seiner Rassismus-Tragikomödie "The Help" 2011 einen unerwarteten, mit vier OSCAR-Nominierungen belohnten Erfolg feierte. Für die Hauptrolle wurde der junge Chadwick Boseman engagiert, der erst dieses Jahr seinen großen Durchbruch als Schauspieler mit dem Baseball-Drama "42" feierte. In weiteren Rollen werden Octavia Spencer (die für ihre Nebenrolle in "The Help" einen OSCAR gewann), Viola Davis ("Glaubensfrage"), Jill Scott (TV-Serie "Eine Detektivin für Botswana") und Komiker Dan Aykroyd zu sehen sein. Letzterer spielte übrigens gemeinsam mit James Brown in John Landis' Kultkomödie "Blues Brothers" und der Fortsetzung "Blues Brothers 2000" und wird in "Get On Up" den Präsident einer großen Talentagentur verkörpern. Das Skript haben die Brüder Jez und John-Henry Butterworth ("Fair Game") verfaßt, die Dreharbeiten sollen noch diesen Monat beginnen. Der US-Kinostart wurde bereits für den 17. Oktober 2014 festgesetzt, in Deutschland müssen wir nach aktuellem Stand bis zum 5. Februar 2015 warten.

  • Alan White ist kein Regisseur, den man kennen muß. Der in London geborene Australier begann als Journalist und hat seit 1999 "Down Under" und später in den USA drei mittelmäßige Werke gedreht, die zwar recht namhafte Darsteller hatten (u.a. Hugh Jackman – bevor er berühmt wurde –, Bryan Brown, Jason Clarke und Heather Graham), aber dennoch nicht viele Zuschauer fanden. Vielleicht ändert sich das ja mit seinem vierten Film "Reclaim", denn der Thriller nach einem auf realen Geschehnissen basierenden Drehbuch von Luke Davies ("Candy") und Newcomer Carmine Gaeta kann mit einem durchaus bemerkenswerten Schauspiel-Ensemble aufwarten: Ryan Phillippe ("L.A. Crash") und Rachelle Lefevre ("Barney's Version", TV-Serie "Under the Dome") spielen ein amerikanisches Ehepaar, das in Puerto Rico ein siebenjähriges Waisenmädchen aus Haiti namens Nina adoptieren will. Nach Abschluß der Formalitäten genießt die nun dreiköpfige Familie noch ein wenig die Landschaft Puerto Ricos – doch dann verschwindet Nina über Nacht spurlos aus dem Hotelzimmer, nachdem Steven tags zuvor mit einem Mann aus dem Ort (John Cusack, "Der Butler") aneinandergeraten war. Auf der Suche nach ihr stoßen sie beinahe überall nur auf Widerstände, dann verschwindet auch noch ihre Vermittlerin von der Adoptionsagentur (Jackie Weaver, "Silver Linings"). Lediglich der örtliche Polizei-Kommandant (Luis Guzmán, "Carlito's Way") zeigt sich hilfsbereit ... Die Dreharbeiten in Puerto Rico haben bereits begonnen, womit mit einem (vermutlich eher kleinen) US-Kinostart von "Reclaim" in der zweiten Jahreshälfte 2014 zu rechnen ist.

  • Der norwegische Regisseur Tommy Wirkola erlangte 2009 mit dem Nazi-Zombie-Gesplatter "Dead Snow" (dessen Fortsetzung er gerade abgedreht hat) größere internationale Aufmerksamkeit und schaffte in diesem Frühjahr mit seinem Hollywood-Debüt "Hänsel und Gretel: Hexenjäger" einen kleinen Hit zumindest außerhalb der USA, wo die Horrorkomödie ziemlich floppte. Die internationalen Einspielergebnisse reichten aber aus, um auch hier eine Fortsetzung zu bewilligen. Bevor es zu der kommt, übernimmt Wirkola aber erst einmal die Regie bei dem dystopischen Thriller "What Happened to Monday?", in dem die Schwedin Noomi Rapace ("Prometheus") Siebenlinge spielen wird, die dummerweise in einer nicht allzu fernen, extrem überbevölkerten Zukunft leben, in der keine Familie mehr als ein Kind haben darf. Die sieben Schwestern müssen um jeden Preis zu verhindern versuchen, daß jemand bemerkt, daß mehr als eine von ihnen existiert. Das Skript des erst 34-jährigen Max Botkin schaffte es vor einigen Jahren auf die "Black List" der besten noch nicht produzierten Drehbücher und sollte kurioserweise (denn es handelt sich um eine unabhängig finanzierte US-Produktion) zunächst von einem anderen Norweger verfilmt werden: Morten Tyldum ("Headhunters"). Außerdem sollten im Zentrum sieben Brüder statt Schwestern stehen. Wann die Dreharbeiten beginnen sollen, wurde noch nicht bekanntgegeben; da außer Rapace aber noch keine Schauspieler gecastet wurden, dürfte es noch eine Weile dauern, vermutlich bis Anfang 2014.

Quellen:

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Der Trailer zum neuen Superhelden-Abenteuer "The Return of the First Avenger", wiederum mit Chris Evans als Captain America. Deutscher Kinostart ist am 27. März 2014:

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