Empfohlener Beitrag

In eigener Sache: Mein neues Filmbuch

Einigen Lesern ist bestimmt aufgefallen, daß ich in der rechten Spalte meines Blogs seit längerer Zeit das Cover meines neuen Buchs präsen...

Montag, 26. Oktober 2026

TV-Tips für die Woche 44/2026

Montag, 26. Oktober:

Arte, 20.15 Uhr: "Der Mann aus dem Westen" (1958)

In Anthony Manns ("Winchester '73") Westernklassiker nach einem Roman von Will C. Brown spielt Gary Cooper den ehemaligen Banditen Link, der in einen Zugüberfall gerät. Als er und zwei weitere Passagiere (Julie London und Arthur O'Connell) zurückgelassen werden, suchen sie in einer verlassenen Farm in der Nähe Unterschlupf, die einst Links Bande beherbergte. Tatsächlich befinden sich dort aber bereits die Banditen, die sie überfallen haben, denn es handelt sich ausgerechnet um Links frühere Komplizen, nun angeführt von seinem Onkel (Lee J. Cobb). Link improvisiert, daß er darüber nachdenke, sich der Bande wieder anzuschließen - doch in Wirklichkeit ist er geläutert und versucht einfach alles, um seine beiden Mitpassagiere unbeschadet aus der heiklen Situation herauszubekommen ... Im Anschluß um 21.50 Uhr zeigt Arte das einstündige französische Portrait "Gary Cooper - Der Unwiderstehliche" aus dem Jahr 2020.

ZDF, 22.15 Uhr: "Longlegs" (2024)

Free-TV-Premiere des (für meinen Geschmack allerdings etwas zu sehr) hochgelobten und mehrfach prämierten Horrorthrillers von Oz Perkins ("Gretel & Hänsel"), in dem die Genre-Spezialistin Maika Monroe ("The Guest") die FBI-Agentin Lee spielt. Diese jagt einen mysteriösen Serienkiller namens "Longlegs" (Nicolas Cage mit einer gewohnt extrovertierten Performance), der seine Opfer nicht selbst ermordet, sondern irgendwie dazu bringt, ihre Familien und sich selbst zu töten. Schon bald findet Lee Hinweise auf okkulte Rituale, die mit Longlegs' Vergehen in Zusammenhang zu stehen scheinen.

ZDF, 0.05 Uhr: "Frisch" (2024)

Free-TV-Premiere von Damian John Harpers ("In the Middle of the River") deutschem Thriller nach einem Roman von Mark McNay, dessen Handlung aber ins Ruhrgebiet verlegt wurde. Hier hat sich Kai (Louis Hofmann) mit seiner Familie ein gutes Leben aufgebaut, das aber durch die Entlassung seines Bruders Mirko (Franz Pätzold) aus dem Gefängnis bedroht wird - denn für den sollte Kai die Beute aus jenem Raubzug aufbewahren, für den er in den Knast mußte. Allerdings hat Kai den Großteil des Geldes bereits ausgegeben ...

Außerdem:

Robin Hood (Sir Ridley Scotts Versuch einer Art "Robin Hood Begins"-Version ist trotz Russell Crowe und Cate Blanchett in den Hauptrollen nur mittelmäßig gelungen; 22.10 Uhr bei Kabel Eins)

Dienstag, 27. Oktober:

Werk ohne Autor (Florian Henckel von Donnersmarcks bildgewaltiges dreistündiges Künstler-Epos mit Tom Schilling, Paula Beer und Sebastian Koch wurde für zwei OSCARs nominiert; 23.55 Uhr im MDR)

Mittwoch, 28. Oktober:

Hellboy - Die goldene Armee (fantastische Fortsetzung, in der es der rothäutige Halbdämon und seine Gefährten mit Elfen-Prinz Nuada zu tun bekommen, der mit Hilfe der mechanischen "goldenen Armee" die Menschheit vernichten will; 20.15 Uhr bei Kabel Eins)

Schachnovelle (gelungene Literaturadaption mit Oliver Masucci als Nazi-Gefangener, der durch Schach seinen Verstand behält; 1.10 Uhr im BR)

Donnerstag, 29. Oktober:

Ready Player One (Spielbergs unterhaltsame Bestseller-Adaption mit zahllosen popkulturellen Anspielungen über eine recht nahe Zukunft, in der sich die meisten Menschen in der virtuellen Realität vom tristen Alltag ablenken; 20.15 Uhr bei VOX)

Pirates of the Caribbean: Salazars Rache (der fünfte Film der beliebten Piratenreihe mit Johnny Depp würde trotz eines Post-Credit-Cliffhangers prima als Abschluß der Geschichte von Captain Jack Sparrow funktionieren; 20.15 Uhr im Disney Channel)

Freitag, 30. Oktober:

Arte, 20.15 Uhr: "Rocky Horror Picture Show" (1975)

Wer mit dem Kultfilm der 1970er Jahre noch nicht in Berührung gekommen ist, dem kann man gewisse anfängliche Berührungsängste kaum verübeln. Immerhin handelt es sich hier um ein obskures Rockmusical mit einer total bescheuerten, von Zitaten auf alte Genrefilme nur so strotzenden Handlung und einer schillernden transsexuellen Hauptfigur (wunderbar verkörpert vom kürzlich verstorbenen Tim Curry). Meine Empfehlung: Einfach nicht darüber nachdenken und sich einlassen auf den betont albernen Humor, die extravaganten Figuren (sensationell: die junge Susan Sarandon als anfängliches Mauerblümchen, das sich schnell von dem ausgelassenen Treiben anstecken läßt) und selbstverständlich die erstklassige Musik (u.a. von Meat Loaf in einer Nebenrolle als Rocker Eddie). Ich sage nur: "Let's do the Time Warp again"! Direkt im Anschluß um 21.50 Uhr zeigt Arte die neue, gut einstündige US-Doku "Die 'Rocky Horror Show': Eine wilde Geschichte" aus dem Jahr 2025.

Arte, 23.05 Uhr: "Dark Water - Besuch aus dem Jenseits" (2002)

Späte Free-TV-Premiere des japanischen Gruselklassikers von Hideo Nakata ("Ring - Das Original"), von dem bereits drei Jahre später ein mittelmäßiges Hollywood-Remake gleichen Namens mit Jennifer Connelly erschien. Als die frisch geschiedene Yoshimi (Hitomi Kuroki) mit ihrer sechsjährigen Tochter in eine neue Wohnung einzieht und es dort schon bald von der Decke zu tropfen beginnt, ist das mehr als ein normales Ärgernis. Yoshimi muß feststellen, daß mit dem Wasser irgendetwas nicht stimmt, als immer mehr unerklärliche Ereignisse eintreten - etwas scheint es auf sie und ihre Tochter abgesehen zu haben ...

ZDF, 3.15 Uhr (Nacht auf Samstag): "Immaculate" (2024)

Free-TV-Premiere des positiv rezensierten psychologischen Horrorfilms von Michael Mohan ("The Voyeurs"), in dem Sydney Sweeney (TV-Serie "Euphoria") die junge, zutiefst gläubige Cecilia spielt, welche Nonne in einem italienischen Kloster werden möchte. Doch dort wird sie - obwohl Jungfrau - bereits nach kurzer Zeit schwanger! Zudem scheint der Orden ein finsteres Geheimnis zu verbergen ...

Außerdem:

Dark Shadows (atmosphärische Gruselkomödie von Tim Burton mit Johnny Depp als Vampir, die jedoch trotz Starbesetzung nie wirklich Fahrt aufnimmt; 20.15 Uhr bei RTL Super)

Samstag, 31. Oktober:

Coco - Lebendiger als das Leben! (Pixars zweifach OSCAR-prämierter Animationsfilm über den jungen Musiker Miguel, den es unverhofft ins Totenreich verschlägt, von wo er den Weg zurück zu den Lebenden finden muß - derzeit Rang 76 in den IMDb Top 250; 20.15 Uhr im Disney Channel)

Ghostbusters: Legacy (humorvolles Reboot der spezialeffektreichen Komödienreihe, das eine neue, sehr junge Geisterjäger-Generation einführt, aber auch die alten Recken nicht vergißt; 20.15 Uhr bei Pro 7)

Die Tribute von Panem - The Hunger Games (der noch etwas unausgereifte erste Teil der erfolgreichen dystopischen Young Adult-Reihe mit Jennifer Lawrence; 23.20 Uhr bei SAT. 1)

Halloween - Die Nacht des Grauens (John Carpenters Slasher-Klassiker, der Jamie Lee Curtis zur ultimativen "Scream Queen" machte und den maskierten Killer Michael Myers zu einer Ikone des Horrorgenres; 0.20 Uhr bei RTL II)

Free Guy (sehr unterhaltsame Actionkomödie mit Ryan Reynolds als freundlichem Bankkassierer, der feststellen muß, daß er Teil eines Videospiels ist; 1.00 Uhr im ZDF)

Die Tribute von Panem - Catching Fire (der deutlich verbesserte zweite Teil der spannenden Young Adult-Dystopie mit Jennifer Lawrence und Donald Sutherland; 2.00 Uhr bei SAT. 1)

Sonntag, 1. November:

Arte, 20.15 Uhr: "Rebecca" (1940)

Die für elf OSCARs nominierte Verfilmung eines Romans von Daphne du Maurier ("Die Vögel") war Sir Alfred Hitchcocks erster Hollywood-Film und das romantische Mysterydrama zählt zu seinen allerbesten Werken (was bei Hitchcock bekanntlich etwas heißen will). Joan Fontaine spielt eine schüchterne junge Frau, die sich nach einem zufälligen Treffen in den älteren, sehr reichen Maxim de Winter (Sir Laurence Olivier) verliebt und den Witwer kurz darauf heiratet. Sie ziehen in Maxims britisches Familienanwesen Manderley, ein prachtvolles, aber auch düsteres Gebäude, in dem eine stille und bedrückende Atmosphäre herrscht - noch verstärkt durch die unfreundliche Haushälterin, die die vor einem Jahr verstorbene Rebecca de Winter sehr verehrte und der zweiten Mrs. de Winter mit eisiger Ablehnung begegnet. "Rebecca" sollte das erste und einzige Hitchcock-Werk bleiben, das den begehrten "Bester Film"-OSCAR gewann. Im Anschluß um 22.20 Uhr zeigt Arte die französische Doku "Mr. und Mrs. Hitchcock" aus dem Jahr 2019.

3sat, 20.15 Uhr: "Eine Dame verschwindet" (2013)

"Eine Dame verschwindet" aus dem Jahr 1938 war einer der besten Hitchcock-Filme aus seiner britischen Phase, dieser TV-Film ist jedoch weniger ein Remake, sondern eine Neuverfilmung des zugrundeliegenden Romans von Ethel Lina White, die sich deutlich enger an die Vorlage hält als seinerzeit Hitchcock. Die grundlegende Prämisse der Free-TV-Premiere bleibt aber die gleiche: Auf einer Zugreise im Europa der 1930er Jahre verschwindet eine ältere Britin spurlos und einige Mitreisende versuchen, das Mysterium aufzuklären. Mit Tuppence Middleton ("Fisherman's Friends"), Tom Hughes (TV-Miniserie "The English"), Alex Jennings und Keeley Hawes.

Außerdem:

Tod auf dem Nil (Kenneth Branaghs zweite Poirot-Adaption mit ihm selbst in der Hauptrolle ist schwächer als der Vorgänger "Mord im Orient Express", kommt in der zweiten Hälfte aber doch noch in Schwung; 20.15 Uhr bei SAT. 1)