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In eigener Sache: Mein neues Filmbuch

Einigen Lesern ist bestimmt aufgefallen, daß ich in der rechten Spalte meines Blogs seit einigen Monaten das Cover meines neuen Buchs präs...

Samstag, 7. Oktober 2017

Samstags-Update (40/2017)

Keine Änderungen im deutschen Kinostartplan bis Ende Oktober:


Box Office-News:
Andrés Muschiettis rekordbrechende Stephen King-Adaption "Es" (deren Fortsetzung übrigens bereits kurz nach dem US-Kinostart offiziell bestätigt wurde) zeigt sich nach dem Monsterstart mit über einer Million Zuschauern recht stabil und wird am zweiten Wochenende deutlich über der 500.000 Besucher-Marke landen, angesichts der letztwöchigen Sonntagsstärke würden mich auch 600.000 Kinogänger nicht wundern - damit werden sich bis Sonntag bereits mehr als zwei Millionen Menschen gegruselt haben. Gegen diese Zahlen kann selbst das mit Spannung erwartete und von ebenso grandiosen Kritiken begleitete Klassiker-Sequel "Blade Runner 2049" mit Harrison Ford und Ryan Gosling nicht bestehen, das mit über 200.000 Zuschauern zum Auftakt etwas unter den Erwartungen eröffnet. Platz 3 geht wohl an "Cars 3", falls sich nicht noch "Kingsman 2" knapp davorschiebt - beide zielen auf bis zu 150.000 Besucher ab. Der Kinder-Animationsfilm "My Little Pony - Der Film" holt sich mit knapp sechsstelligen Zahlen Platz 5, für die deutsche Komödie "Unter deutschen Betten" mit Veronica Ferres und Heiner Lauterbach reicht es mit ungefähr 50.000 Zuschauern nur für einen Platz in der unteren Hälfte der Top 10.
Auch in den USA kommt "Blade Runner 2049" schlechter aus dem Startblock als allgemein erwartet, wenngleich es mit $35-40 Mio. immerhin klar für die Spitzenposition reicht - gerechnet hatte man aber eher mit $10 Mio. mehr. Nach den ersten statistischen Daten liegt das Problem wohl darin, daß der Film das besonders zahlungskräftige junge Publikum nicht erreicht - also vermutlich vor allem solche jungen Männer (weibliche Zuschauer sind im SF-Genre sowieso klar in der Minderheit), die das Original nie gesehen haben und deshalb auch an der späten Fortsetzung wenig Interesse haben. Bleibt zu hoffen, daß die starken Kritiken und die bislang ebenfalls gute Mundpropaganda wenigstens zu einer längeren Laufzeit führen, auch wenn das bei einer Genre-Fortsetzung sehr ungewöhnlich wäre - und bis die Awards Season startet, wo "Blade Runner 2049" durchaus eine gute Rolle spielen kann und damit zusätzliche PR erhalten würde, dauert es noch zu lang. Da die ersten europäischen Ergebnisse auch nicht besser aussehen, müssen die Produzenten wieder einmal auf Asien hoffen. Und falls es auch da nicht klappt, können sie sich wenigstens mit dem Gedanken trösten, daß auch Ridley Scotts "Blade Runner" im Kino gefloppt ist und sich erst mit der Zeit zu dem Kultfilm entwickelt hat, als der er heute angesehen wird. Die weiteren Plätze auf dem Treppchen gehen wahrscheinlich ebenfalls an Neustarts, die aber auch nur bedingt überzeugen können: Rang 2 holt sich "My Little Pony" mit etwas mehr als $10 Mio., mit etwas weniger landet die Survival-Romanze "Zwischen zwei Leben" mit Kate Winslet und Idris Elba auf der 3. Dicht dahinter lauert allerdings bereits "Es". In Deutschland kommt "Zwischen zwei Leben" am 7. Dezember in die Lichtspielhäuser.

Quellen:

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