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In eigener Sache: Mein neues Filmbuch

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Samstag, 17. Juni 2017

Samstags-Update (24/2017)

Wenige Änderungen im deutschen Kinostartplan bis Ende August, lediglich die preisgekrönte türkische Katzen-Doku "Kedi" hat sich einen Startplatz Mitte August gesichert:


Box Office-News:
Ein weiteres zumindest teilweise sommerliches Wochenende sorgt für weiteren Frust bei den Kinobetreibern und Filmverleihern. Wenigstens dürfte es diesmal vier Filme mit sechsstelligen Zuschauerzahlen geben, Euphorie lösen die konkreten Ergebnisse aber wohl kaum aus. Platz 1 erobert zwar "Wonder Woman", dafür reichen aber bereits eine Viertelmillion Besucher aus, was unter den Erwartungen liegt und gerade der Hälfte der Startergebnisse der DC-Vorgänger "Batman v Superman" und "Suicide Squad" entspricht (aber immerhin auf dem gleichen Level ist wie "Man of Steel"). Nun ist das nicht völlig überraschend, da Wonder Woman hierzulande bei weitem nicht so bekannt ist wie Batman und Superman, angesichts der tollen Zahlen aus den USA und der im Gegensatz zu den letzten DC-Filmen starken Rezensionen durfte man aber definitiv auf mehr hoffen. Vielleicht können es die Schulferien und die Mundpropaganda ja über eine längere Laufzeit rausreißen und die Amazonenprinzessin somit am Ende wenigstens die Millionenmarke knacken. Auf Platz 2 hält sich "Baywatch" mit etwa 200.000 Kinogängern, die US-Komödie mit Dwayne Johnson ist wohl der einzige Film in den aktuellen Top 10, der wirklich mit seinem deutschen Ergebnis zufrieden sein kann. Den dritten Rang belegt mit etwas Respektsabstand "Pirates of the Caribbean 5" vor "Die Mumie". Knapp an der Sechsstelligkeit scheitern dürfte das Rapper-Biopic "All Eyez On Me" auf Platz 5.
In den USA fallen die Plazierungen an der Chartsspitze zwar aus wie erwartet, der Abstand zwischen Rang 1 und 3 ist allerdings deutlich geringer als zu vermuten war. Pixars "Cars 3" sichert sich den Platz an der Sonne, schneidet mit gut $50 Mio. jedoch schwächer ab als prognostiziert und als die beiden Vorgänger (jeweils über $60 Mio.). Ein Problem ist das für Pixar und Disney trotzdem nicht, da das Resultat immer noch solide ist, die internationalen Zahlen vermutlich noch viel besser ausfallen werden und vor allem der eigentliche Star des Franchise sowieso das begleitende, sich vorwiegend an Kinder richtende Merchandising ist, das Umsätze im Milliardenbereich (!) generiert. Auf Rang 2 hält sich "Wonder Woman" mit deutlich über $35 Mio. weiterhin außerordentlich gut, während überraschend knapp dahinter schon "All Eyez On Me" folgt; das Biopic über Tupac Shakur zielt auf gut $30 Mio. ab (dürfte aber sehr frontlastig sein). Auch ein weiterer Neustart überzeugt, denn der britische Hai-Thriller "47 Meters Down" sollte mit $10 Mio. auf Platz 5 landen, damit sogar knapp vor der weit hochkarätiger besetzten Komödie "Girls' Night Out" mit Scarlett Johansson, die nach "Ghost in the Shell" die zweite Enttäuschung in Folge verbuchen muß ("Flop" wäre in dem Fall übertrieben, da das Budget der weiblichen "Hangover"-Variante nur $20 Mio. beträgt und der Film somit sehr wahrscheinlich profitabel sein wird). Der Erfolg von "47 Meters Down" ist derweil umso bemerkenswerter, als der Film eigentlich für eine direkte Heimkinoauswertung vorgesehen war. Deutsche Pixar-Fans müssen auf "Cars 3" übrigens bis zum 28. September warten, "Girls' Night Out" kommt schon am 29. Juni ins Kino. "47 Meters Down" hat zwar noch keinen Starttermin (was sich nach dem guten US-Start relativ schnell ändern dürfte), wird jedoch im Rahmen des Fantasy Filmfests im September zu sehen sein und dann vermutlich kurz darauf auch regulär anlaufen.

Quellen:

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