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Dienstag, 25. August 2015

Neues aus Hollywood (34/2015)

Heute mit einem Tom Hanks-Doppelpack sowie einem Ausflug nach Frankreich:

  • Vor zwei Jahren lieferte der zweimalige OSCAR-Gewinner Tom Hanks mit "Captain Phillips" eine der besten schauspielerischen Leistungen seiner langen und ziemlich glorreichen Karriere ab. Voraussichtlich nächstes Jahr wird er erneut einen Captain spielen, dieses Mal allerdings den Flugkapitän Chesley "Sully" Sullenberger. Der wurde Anfang 2009 kurzfristig zu einer weltweiten Berühmtheit, als ihm mit einem Airbus A320 eine sensationelle Notlandung auf dem Fluß Hudson mitten in New York gelang, womit er eine viele Menschenleben fordernde Katastrophe verhinderte. Es ist natürlich kein Wunder, daß Hollywood großes Interesse an einer solchen wahren Heldengeschichte hat, die kein Geringerer als Altmeister Clint Eastwood ("American Sniper") demnächst verfilmen wird. Als Vorlage für das Drehbuch von Todd Komarnicki ("Verführung einer Fremden") dient das Buch, das Sullenberger selbst gemeinsam mit Jeffrey Zaslow geschrieben hat. Die Titelrolle von "Sully" wird eben Tom Hanks übernehmen, während Laura Linney ("Tatsächlich ... Liebe") als Sullenbergers Ehefrau Lorraine besetzt wurde sowie Aaron Eckhart ("The Dark Knight") als Co-Pilot Jeff Skiles. Zudem übernimmt Holt McCallany ("Fight Club") eine Nebenrolle als Präsident der amerikanischen Pilotengewerkschaft. Bislang ist ein Termin weder für den Beginn der Dreharbeiten bekannt noch für den Kinorelease; ich wäre allerdings sehr überrascht, würde "Sully" nicht rechtzeitig zur OSCAR-Saison 2016/2017 in die Kinos kommen. Und angesichts der positiven Thematik würde ich sogar fast auf einen Start kurz vor Weihnachten 2016 wetten ...

  • Auch Tom Hanks' zweites Projekt der näheren Zukunft verspricht viel Spannung, allerdings in einem etwas anderen Genre: "The Circle" ist ein ziemlich klassisch klingender Thriller und beruht auf einem Roman von Dave Eggers, für den Hanks neuerdings ein Spezialist zu sein scheint. Denn mit Tom Tykwers "Ein Hologramm für den König" ist eine andere Dave Eggers-Adaption bereits abgedreht und wird voraussichtlich Ende des Jahres in die Kinos kommen. In "The Circle" verkörpert Hanks unter der Leitung des jungen, aufstrebenden Regisseurs und Drehbuch-Autors James Ponsoldt ("The Spectacular Now") den mysteriösen Kalden, einen undurchschaubaren Mitarbeiter eines sehr erfolgreichen Internet-Konzerns namens ... "The Circle". Die eigentliche Hauptfigur der Geschichte ist die junge Mae (Emma Watson, "My Week with Marilyn"), die neu zu der Firma stößt und von Kalden bald mit ominösen Warnungen bedacht wird. Als der visionäre Konzerngründer Ty wird außerdem der in Kürze durch seine Hauptrolle in der neuen "Star Wars"-Trilogie zum Weltstar aufsteigende John Boyega mit von der Partie sein. Die Dreharbeiten in Kalifornien sollen im September beginnen, womit auch "The Circle" irgendwann 2016 in den (US-)Kinos zu erwarten ist – ich würde vermuten, etwas früher als "Sully", womöglich im Oktober.


  • Von Hollywood nach Frankreich: Hier will Luc Besson den mit $180 Mio. teuersten europäischen Film aller Zeiten drehen: Mit "Valerian" wendet sich Besson wieder dem Genre seiner beiden größten kommerziellen Erfolge "Lucy" und "Das fünfte Element" zu, denn es handelt sich um einen Science Fiction-Film. Basierend auf der französischen Comic-Reihe "Valérian et Laureline", die seit 1967 in über 20 Sprachen übersetzt wurde (in Deutschland erscheint sie, warum auch immer, unter dem Titel "Valerian und Veronique") und mehr als zehn Millionen Mal verkauft wurde, geht es um den zeitreisenden Agenten Valerian, der in ferner Zukunft gemeinsam mit seiner Kollegin Laureline zu dem fernen Planeten Syrte gesandt wird, um zu überprüfen, ob von dessen Bewohnern eine Gefahr für die Erde ausgeht. Vor Ort werden sie jedoch Zeuge eines dekadenten, im Untergang begriffenen Imperiums mit einer Bevölkerung, die reif für Revolution ist. Schnell werden sie in das Chaos hineingezogen und müssen sich für eine Seite entscheiden. Dane DeHaan ("The Amazing Spider-Man 2") wird die Titelrolle übernehmen, Cara Delevingne ("Margos Spuren") seine rothaarige Kollegin Laureline spielen, dazu gesellt sich Clive Owen ("Duplicity") als Commander Arün Filitt – womit drei der nur fünf (bedeutenden) menschlichen Rollen bereits besetzt sind. Besson hat übrigens auch das Drehbuch geschrieben. Bleibt zu hoffen, daß dieses ausgesprochen gewagte Projekt (ich erinnere an den kürzlichen Flop des genreverwandten "Jupiter Ascending") sich für den Filmemacher am Ende rentieren wird, denn auch wenn er als Regisseur in den letzten Jahren qualitativ meist bei weitem nicht mehr an seine frühen Klassiker ("Nikita", "Léon – der Profi") heranreichte, so ist sein Einsatz für den Kinostandort Europa (etwa durch den Aufbau von großen Filmstudios nahe Paris – wo auch "Valerian" gedreht wird – und in der Normandie sowie durch die von ihm gegründete Produktionsfirma EuropaCorp) nahezu unermeßlich. Die Dreharbeiten sollen Anfang 2016 beginnen, der Release von "Valerian" ist erst für 2017 vorgesehen.

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