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In eigener Sache: Mein neues Filmbuch

Einigen Lesern ist bestimmt aufgefallen, daß ich in der rechten Spalte meines Blogs seit einigen Monaten das Cover meines neuen Buchs präs...

Montag, 11. August 2014

Media Monday #163


1. Serien oder Filme, die Drogenhandel oder -konsum thematisieren, sind tendentiell eher nichts für mich. Ob "Fear and Loathing in Las Vegas" oder "Ananas Express", mit so einigen Kult-"Drogenfilmen" kann ich einfach überhaupt nichts anfangen – vielleicht auch deshalb, weil ich selbst keinerlei Erfahrung mit Drogen habe (sogar Alkohol trinke ich nur höchst selten). Zu den wenigen Ausnahmen zählt übrigens ausgerechnet die deutsche Kifferkomödie "Lammbock", die ich ausgesprochen witzig fand. Wenn Drogendealer in Krimis oder Actionfilmen einfach nur als Bösewichte verwendet werden, habe ich damit aber natürlich kein Problem. Und mit ernsthaften Dramen auch nicht.
2. Stummfilme empfinde ich als anstrengend, denn durch den Mangel an Gesprochenem und die ständige "Ablenkung" durch die begleitende Musik muß man sich wirklich durchgehend auf das Gezeigte konzentrieren. Deshalb neige ich selbst bei den besten Stummfilmen dazu, gedanklich abzuschweifen und muß mich dann immer selbst disziplinieren ...
3. Arztserien mag ich ganz gerne, meine klaren Favoriten sind "M*A*S*H" und "Dr. House" (die aber natürlich beide nicht unbedingt klassische Arztserien sind).
4. Ich würde mir ja mal einen Tatort wünschen, der ausfällt. Weil ich mir die Dinger sowieso nie anschaue.
5. ______ schreit schon Kunstfilm, erscheint mir aber nur prätentiös, weil ______ . Mir fällt gerade kein konkretes Beispiel ein, mir ging es aber so bei etlichen Filmen der französischen "Nouvelle Vague". Einige davon liebe ich ("Hiroshima, mon amour"), andere fand ich trotz Bewunderung für die formalen Stärken inhaltlich tatsächlich vor allem prätentiös (z.B. "Letztes Jahr in Marienbad").
6. Sarah Polley ist nicht nur attraktiv, sondern überzeugt auch in ihren Rollen, speziell in fast all ihren Filmen, ganz besonders aber in "Das süße Jenseits", "Go", "Mein Leben ohne mich", "Don't Come Knocking" und auch dem "Dawn of the Dead"-Remake. Und inzwischen überzeugt sie auch noch in ihren Rollen als Regisseurin und Drehbuch-Autorin ("An ihrer Seite", "Take This Waltz", "Stories We Tell") – die Kanadierin ist einfach eine tolle Frau!
7. Zuletzt gesehen habe ich "Wir kaufen einen Zoo" und das war nett, weil das einfach die perfekte Umschreibung von Cameron Crowes Tragikomödie ist. Objektiv betrachtet gibt es schon einige Mängel, aber das Ganze ist so sympathisch umgesetzt (und besetzt), daß man dem Film kaum böse sein kann. 7 Punkte.

Links zu den Antworten der übrigen Teilnehmer gibt es wieder beim Medienjournal.

Kommentare:

  1. Ich glaube, man muss nicht zwingend Drogenerfahrungen haben, um Drogenfilme gut zu finden. Kein Liebhaber von Stummfilmen? Schon mal "Nosferatu" gesehen? Der hat mich seinerzeit in die Welt des Stummfilmes gewirbelt - und ich finde ihn immernoch um Einiges gruseliger als viele Horrorfilme heute.

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    1. Oh, ich schätze Stummfilme sehr wohl und habe etliche von ihnen auf DVD. "Nosferatu" habe ich natürlich gesehen, dazu etliches von Lang, Lubitsch, Griffiths (sein Epos "Intoleranz" ist einer meiner Stummfilm-Favoriten), selbstverständlich auch Chaplin, Keaton oder Lloyd. Aber wie gesagt: Man muß sich eben richtig konzentrieren, speziell bei den Nicht-Komödien. Das ist ja nicht schlimm, aber durchaus manchmal anstrengend ...

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