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Montag, 24. März 2014

Neues aus Hollywood (12/2014)

Auch dieses Mal fiel es mir nicht leicht, genügend Stoff für diese (theoretisch) wöchentliche Rubrik zusammenzubekommen, momentan scheint einfach nicht viel los zu sein. Eigentlich ist nur eine wirklich neue (nicht mal sonderlich spektakuläre) Meldung dabei, dazu kommen ein Update und ein paar Kurznews:

  • Lee Toland Krieger ist nicht unbedingt ein Name, den jeder Filmfan kennt. Dabei hat der auch als Drehbuch-Autor tätige amerikanische Regisseur mit "Celeste & Jesse – Beziehungsstatus: Es ist kompliziert" mit dem "Parks & Recration"-Star Rashida Jones sogar schon eine Independent-Tragikomödie gedreht, die (in den Staaten) eine gewisse mediale Aufmerksamkeit und gute Kritiken erhalten hat. Das dürfte auch ein Grund dafür sein, daß er für sein neuestes Projekt "The Age of Adaline" eine nochmal deutlich namhaftere Besetzung zusammentrommeln konnte: In dem romantischen Drama wird Blake Lively ("Savages") die Endzwanzigerin Adaline spielen, die im frühen 20. Jahrhundert nach einem beinahe tödlichen Unfall zu altern aufhört. Da das früher oder später logischerweise auffallen würde, reist sie im Lauf des Jahrhunderts durch die ganze Welt, nie lange an einem Fleck verweilend, bis sie schließlich auf einen Mann trifft, der ihr Leben für immer verändern wird (wie es in der offiziellen Inhaltsbeschreibung des produzierenden Studios nicht unkitschig heißt ...). Dieses lebensverändernde männliche Wesen wird der niederländische "Game of Thrones"-Darsteller Michiel Huisman verkörpern, während in Nebenrollen die Altstars Harrison "Indiana Jones" Ford und Ellen Burstyn ("Der Exorzist", "The Fountain") sowie die früheren TV-Serien-Darsteller Kathy Baker ("Picket Fences", "Boston Public") und Barclay Hope ("PSI Factor", "Stargate", "Eureka") zu sehen sein. Das Drehbuch stammt von J. Mills Goodloe (der früher als Assisstent von "Lethal Weapon"-Regisseur Richard Donner tätig war, dann als Präsident dessen eigener Produktionsfirma) und Salvador Paskowitz. Die Dreharbeiten haben bereits begonnen, ein Kinostart ist im Laufe des Jahres 2015 zu erwarten.

  • Bereits Mitte Dezember 2013 hatte ich über den vielversprechenden Thriller "Triple Nine" berichtet, in dem eine Gruppe korrupter Cops in Los Angeles von der Mafia zu einem großen Raubzug erpresst wird und als Ablenkungsmanöver einen "sauberen" Polizisten ermorden will. Bereits damals war die vorgesehene Besetzung des Films von John Hillcoat ("The Proposition") mit Casey Affleck, Christoph Waltz, Michael B. Jordan, Cate Blanchett und Chiwetel Ejiofor sehr beeindruckend, inzwischen gab es jedoch ein paar Änderungen. So wurde Blanchett durch Kate Winslet ("Zeiten des Aufruhrs") ersetzt, auch Waltz und Jordan sind nicht mehr dabei. Waltz' Rolle als Onkel des potentiellen, von Casey Affleck verkörperten Todesopfers wird Woody Harrelson ("7 Psychos") übernehmen, für Jordans Rolle befindet sich Anthony Mackie ("The Hurt Locker", "The Return of the First Avenger") in Verhandlungen. Neu zum Cast hinzugestoßen sind außerdem "Breaking Bad"-Star Aaron Paul, Teresa Palmer ("Warm Bodies") und die kommende "Wonder Woman" Gal Gadot. Die Dreharbeiten sollen im Sommer beginnen, der Kinostart ist auch hier für 2015 vorgesehen.

  • Abschließend noch ein paar kurze News zu großen Hollywood-Produktionen: Erstens wurde nun offiziell bekanntgegeben, daß die durch Unstimmigkeiten über die Storyausrichtung etwas verzögerten Dreharbeiten zu "Star Wars Episode VII" im Mai in London beginnen sollen. Dementsprechend kann es auch nicht mehr lange dauern, bis es endlich handfeste Besetzungsneuigkeiten gibt. Zweitens hat Pixar zwei Fortsetzungen bekanntgegeben: Während sich über "Cars 3" angesichts der (für Pixar-Verhältnisse) mittelmäßigen Aufnahme bei Kritikern und erwachsenem Publikum vor allem Kinder freuen dürften, wird mit der Weiterführung der Story der gefeierten und zweifach OCAR-gekrönten Superhelden-Satire "Die Unglaublichen" aus dem Jahr 2004 ein langhegter Wunsch vieler Animationsfilm-Freunde erfüllt. Und drittens will ich kurz erwähnen, daß Darren Aronofskys nicht unumstrittener Bibel-Katastrophenfilm "Noah" mit Russell Crowe bereits vor seinem US-Start einen herausragenden Auftakt in Mexiko (bester Filmstart seit "Gravity") und Südkorea hingelegt hat. Nach seinem Überraschungserfolg mit "Black Swan" scheint es also, als wäre der ehemalige Kunstfilmer Aronofsky ("Pi", "Requiem for a Dream", "The Fountain") endgültig in der Welt der Blockbuster angekommen – glücklicherweise ohne dafür größere Einbußen in der Qualität hinzunehmen (wenn man den Kritikern und ersten Publikumsreaktionen Glauben schenken darf), auch wenn er dafür einen harten Kampf mit dem Produktionsstudio um den "Final Cut" ausfechten mußte.

Quellen:
Hollywood Reporter ("Star Wars Episode VII") 

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Der Trailer für die an "Das Ding aus einer anderen Welt" erinnernde neue US-Mysteryserie "Helix", die ab 10. April im Pay-TV bei SyFy zu sehen ist:

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