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In eigener Sache: Mein neues Filmbuch

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Samstag, 17. März 2018

Samstags-Update (11/2018)

Wiederum keine Änderungen im deutschen Kinostartplan bis Ende April:


Box Office-News:
Das Geschäft in den deutschen Kinos dümpelt weiterhin ziemlich unmotiviert vor sich hin, es wird wirklich Zeit für einen richtigen Hit - doch der dürfte wohl allerfrühestens mit Spielbergs "Ready Player One" am 5. April kommen, vielleicht auch erst mit "Avengers 3" Ende April. Bis dahin reichen vergleichsweise schwache Besucherzahlen für gute Plazierungen, dieses Mal benötigt Neustart "Tomb Raider" nur etwa 150.000 Zuschauer, um die Spitze zu übernehmen - zum Vergleich: Die beiden (mit ähnlich mediokren Kritiken ausgestatteten) Filme mit Angelina Jolie eröffneten zu Beginn des Jahrtausends mit 700.000 (!) respektive immer noch 370.000. Dahinter wird wohl nur "Red Sparrow" relativ knapp auf sechsstellige Besucherzahlen kommen, während "Black Panther" und "Die Verlegerin" mit etwas weniger als 100.000 Kinogängern die Plätze 3 und 4 unter sich ausmachen dürften. Die weiteren Neustarts enttäuschen kollektiv: Das "Fünf Freunde"-Reboot kommt auf Platz 5 auf nur etwa 75.000 Zuschauer und ist damit der erste Film der Reihe, der zum Start die 100.000er-Marke verfehlt. Die Doku "Unsere Erde 2" schafft mit 50.000 Besuchern nicht einmal ein Viertel des ersten Teils (220.000), obwohl sie in fast 100 Kinos mehr angelaufen ist als der Vorgänger. Und der Bibelfilm "Maria Magdalena" mit Rooney Mara und Joaquin Phoenix (als Jesus!) wird die Top 10 ebenso verpassen wie der Horrorfilm "Winchester" mit Helen Mirren und (gut, weniger überraschend) Robert Schwentkes Schwarzweiß-Arthouse-Kriegsdrama "Der Hauptmann".
In den USA gibt es zwar auch nicht gerade ein Blockbuster-Wochenende, aber insgesamt geht es deutlich turbulenter zu als hierzulande. Das liegt natürlich auch und gerade am gewaltigen Erfolg von "Black Panther", der nun als erster Film seit "Avatar" fünf Wochen am Stück Platz 1 belegt. Dafür reichen knapp $30 Mio., was erneut einen exzellenten Rückgang zur Vorwoche bedeutet und Neustart "Tomb Raider" auf Distanz hält. Für das Abenteuer mit Alicia Vikander reicht es zu Platz 2 mit knapp $25 Mio. (halb so viel wie der erste Jolie-Film, aber immerhin vermutlich etwas mehr als der zweite mit seinen $21,7 Mio.), was im Bereich der Erwartungen der Branchenanalysten liegt, allerdings sicher nicht die Hoffnungen der Produzenten erfüllt. Ob es zu einer Fortsetzung reicht, werden wohl einmal mehr vorwiegend die asiatischen Märkte entscheiden, wo zumindest der Auftakt in China (umgerechnet gut $12 Mio. am Starttag) recht vielversprechend anläuft. Einen unerwarteten vierten Platz (hinter "Das Zeiträtsel" mit $17-18 Mio.) erreicht der an ein gläubiges christliches Publikum gerichtete "I Can Only Imagine" mit Dennis Quaid (über den angeblich meistgespielten zeitgenössischen christlichen Song aller Zeiten), der mit bis zu $15 Mio. etwa doppelt so gut eröffnet wie erwartet - eher umgekehrt läuft es für die sehr positiv rezensierte Coming of Age-Bestsellerverfilmung "Love, Simon", die mit $12 Mio. und Platz 5 zumindest zum Auftakt enttäuscht. In Deutschland kommt "Love, Simon" am 28. Juni in die Kinos, "I Can Only Imagine" hat noch keinen Starttermin und wird angesichts der Thematik vermutlich direkt fürs Heimkino veröffentlicht werden.

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