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Dienstag, 22. November 2016

Neues aus Hollywood: Brie Larsons Regiedebüt, ein Thriller über den Rapperkrieg in den 1990ern und ein neuer "Robin Hood"

Heute mit drei Meldungen über interessante künftige Filmprojekte:

  • Beginnen wir unsere Rubrik heute doch einfach mal mit einer kleinen Quizfrage: Was haben Douglas Fairbanks Sr., Errol Flynn, Lex Barker, Sean Connery, John Cleese, Kevin Costner, Cary Elwes und Russell Crowe gemeinsam? Richtig, sie alle haben schon einmal im Kino Robin Hood gespielt (gut, angesichts der Überschrift war die Antwort nicht wirklich schwierig, ich geb's ja zu ...). Ab 2018 wird man in dieser Reihe auch Taron Egerton ("Kingsman: The Secret Service") nennen dürfen, denn, jawoll, Hollywood plant endlich mal wieder einen neuen Robin Hood-Film - der letzte ist ja auch erst 2010 erschienen ... So unoriginell das im Prinzip also sein mag, wecken doch zumindest die beteiligten Personen Interesse an dieser neuen Version, die einen düster-grimmigen Tonfall haben und zeigen soll, wie der aus den Kreuzzügen zurückgekehrte Robin sich im heimatlichen Sherwood Forest und der Umgebung mit Korruption und Willkür konfrontiert sieht und deshalb mit einer von ihm erstellten Gruppe von Outlaws die Revolution wagt. Auch dieses Konzept ist nicht ganz neu, aber da Sir Ridley Scotts "Robin Hood" mit einem ähnlichen, betont realitätsnahen Ansatz auf vergleichsweise wenig Gegenliebe stieß (weshalb auch die ursprünglich eingeplanten Fortsetzungen nie zustandekamen), hat der neue, aktuell ebenfalls schlicht "Robin Hood" betitelte Film auf jeden Fall die Chance, es besser zu machen. Interessant und sympathisch ist, daß das produzierende Studio Lionsgate (von dem die "Die Tribute von Panem"- und "Twilight"-Reihen stammen) nicht auf die ganz großen Stars zu setzen scheint, sondern eher auf eine erlesene Auswahl großer britischer Talente. Das beginnt mit dem Regisseur Otto Bathurst, der hier sein Kinodebüt gibt, aber als TV-Regisseur gefeierter britischer Serien wie "Peaky Blinders", "Black Mirror" oder "Hustle" bereits sein Können bewies, und setzt sich fort mit dem Drehbuch-Autor Joby Harold, für den es die dritte Kinoarbeit nach dem Thriller "Awake" mit Hayden Christensen und Jessica Alba aus dem Jahr 2007 und dem bereits abgedrehten, aber noch nicht veröffentlichten "King Arthur"-Reboot unter der Regie von Guy Ritchie ist. Und auch die bisher bekanntgegebene Besetzung paßt dazu, denn Taron Egerton ist einer der angesagtesten Darsteller seiner Generation, dem mit der Irin Eve Hewson ("Bridge of Spies", TV-Serie "The Knick") als Lady Marian, Jamie Dornan ("Fifty Shades of Grey", TV-Serie "The Fall") als Will Scarlet und Paul Anderson ("The Revenant", "Sherlock Holmes 2", "Peaky Blinders") in einer noch nicht näher spezifizierten Rolle sehr talentierte Mitspieler zur Seite stehen. Am namhaftesten ist bislang - ich gehe davon aus, daß man für die Bösewicht-Rollen mindestens einen echten Star verpflichten wird - der OSCAR-Gewinner Jamie Foxx ("Django Unchained"), der den vermutlich ersten schwarzen Little John der Robin Hood-Filmgeschichte geben wird. Einen ganz großen Namen gibt es übrigens hinter den Kulissen, denn Leonardo DiCaprio ("Der große Gatsby") zählt zu den Produzenten von "Robin Hood"; wer weiß, vielleicht übernimmt er ja auch selbst eine Rolle. Wann genau die u.a. in Kroatien stattfindenden Dreharbeiten beginnen, ist noch nicht bekannt, aber da nun der US-Kinostart auf den 23. März 2018 festgesetzt wurde, sollte es wohl Anfang 2017 losgehen.

  • Ebenfalls in der Vergangenheit, allerdings in der sehr viel jüngeren, spielt der Thriller "LAbyrinth". Unter der Regie von Brad Furman ("Der Mandant", "The Infiltrator") geht es um die Morde an den beiden Rappern Tupac Shakur und Notorious B.I.G. in den Jahren 1996 und 1997 im Rahmen eines gewaltsam ausgeuferten "East Coast vs. West Coast"-Rapperkriegs, die damals für viel Aufsehen sorgten und bis heute nicht aufgeklärt sind. Das 2015 in die Black List der besten noch nicht verfilmten Skripts aufgenommene Drehbuch-Debüt von Christian Contreras (der bislang vor allem als Schauspieler sowie als Sprecher bei Computerspielen tätig war) basiert auf dem gleichnamigen investigativen Sachbuch des Journalisten Randall Sullivan. Darin wird die Geschichte eines Detectives des L.A. Police Departments geschildert, dessen Ermittlungen dazu führten, daß er einen anderen Polizeibeamten der Beihilfe zum Mord beschuldigte - woraufhin er angewiesen wurde, die Ermittlungen einzustellen (und später den Dienst quittierte, um eine private Detektei zu eröffnen). Die Rolle dieses Detectives namens Russell Poole übernimmt in "LAbyrinth" Johnny Depp ("Black Mass"), Forest Whitaker ("Der Butler") wird den Journalisten Jack Jackson spielen, der Poole hilft. Die Rolle des von Poole beschuldigten Polizisten verkörpert Neil Brown Jr. ("Straight Outta Compton"), auch TV-Darsteller Rockmond Dunbar ("Prison Break", "The Mentalist") ist mit von der Partie. Auch hier ist noch nicht klar, wann die Produktion beginnt, daß "LAbyrinth" im Herbst 2017 veröffentlicht werden soll, spricht aber dafür, daß es nicht mehr allzu lange dauern wird.

  • Nachdem die Schauspielerin Brie Larson dieses Jahr für ihre Glanzleistung in dem Thriller-Drama "Raum" den OSCAR gewann, feiert sie als nächstes im Alter von nur 27 Jahren ihr Langfilm-Regiedebüt (nach zwei Kurzfilmen 2012 und 2013). In der Independent-Komödie "Unicorn Store" geht es nach einem Drehbuch von Samantha McIntyre (TV-Serie "Married") um eine junge Frau namens Kit, die wieder zu ihren Eltern zieht. Dort erhält sie bald eine Einladung zu dem titelgebenden Geschäft, das ihre Vorstellung davon testen will, was Erwachsenwerden bedeutet. Brie Larson selbst wird die Hauptrolle der Kit übernehmen, für weitere Rollen hat sie namhafte Schauspieler wie Samuel L. Jackson ("The Hateful 8"), Joan Cusack ("Vielleicht lieber morgen") und Bradley Whitford ("Saving Mr. Banks", TV-Serie "The West Wing") gewinnen können. Die Dreharbeiten zu "Unicorn Store" haben bereits in Los Angeles begonnen, womit ein Kinostart auf jeden Fall irgendwann 2017 zu erwarten ist, ich würde auf Spätsommer oder Herbst tippen.

Quellen: