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In eigener Sache: Mein neues Filmbuch

Einigen Lesern ist bestimmt aufgefallen, daß ich in der rechten Spalte meines Blogs seit einigen Monaten das Cover meines neuen Buchs präs...

Montag, 11. April 2016

TV-Tips für die Woche 15/2016

Montag, 11. April:
Arte, 20.15 Uhr: "Der Tod steht ihr gut" (1992)
In Robert Zemeckis' hochklassig besetzter schwarzer Komödie gerät ein Schönheitschirurg (Bruce Willis) zwischen zwei sehr resolute Frauen (Meryl Streep und Goldie Hawn), die sich unter Mithilfe schwarzer Magie bekämpfen - wenn es sein muß, sogar über den (theoretischen) Tod hinaus ... Für die sehenswerten Spezialeffekte gab es einen OSCAR.

Arte, 21.55 Uhr: "Die Gräfin" (2009)
Die düstere Legende von der ungarischen "Blutgräfin" Elisabeth Bathory, die im 16. Jahrhundert angeblich zahlreiche Dienstmädchen auf ihrem Schloß folterte und ermordete und in ihrem Blut badete, um nicht zu altern, hat (wenig überraschend) viele Künstler aus den verschiedensten Sparten inspiriert. Selbstredend gibt es auch einige Filme, einen davon (wie nicht anders zu erwarten) von den britischen Hammer Films. Auch die französische OSCAR-Nominee Julie Delpy ("Before Midnight") scheint von dieser Geschichte fasziniert zu sein, weshalb sie "Die Gräfin" schrieb und (in Deutschland) inszenierte sowie gleich noch die Titelrolle übernahm (die männliche Hauptrolle ging an Daniel Brühl) und die Filmmusik komponierte! Die internationalen Kritiken sind mittelprächtig ausgefallen, da ein Hauptkritikpunkt jedoch die unterschiedlichen und nicht immer überzeugenden Akzente der multinationalen Schauspielerriege (vertreten sind u.a. Franzosen, Deutsche, Rumänen, Amerikaner und Kroaten) sind, könnte die deutsche Synchronfassung zur Abwechslung mal ein echter Vorteil sein. Es handelt sich übrigens um die deutsche Free-TV-Premiere.

Kabel Eins, 22.20 Uhr: "Rambo" (1982)
Siehe meine Empfehlung von Anfang Dezember für den mit Abstand besten Teil der Kult-Reihe mit Sylvester Stallone.

Arte, 23.30 Uhr: "Frankenstein" (1931)
Gemeinsam mit dem im gleichen Jahr veröffentlichten "Dracula" mit Bela Lugosi begründete James Whales recht freie Adaption von Mary Shelleys stilprägendem Schauerroman eineinhalb sehr erfolgreiche Jahrzehnte voller beliebter Gruselfilme aus dem Studio Universal, zu denen auch "Der Unsichtbare", "Die Mumie" und "Der Wolfsmensch" samt Fortsetzungen zählten. In Erinnerung bleiben wird Whales Adaption für alle Zeiten vor allem durch Boris Karloffs ikonische Darstellung der unglücklichen, von Dr. Frankenstein zum Leben erweckten Kreatur, mit der sich seitdem jede der unzähligen Neuverfilmungen messen muß. Selbstredend ist der Gruselfaktor des Films aus heutiger Perspektive nur noch marginal vorhanden, das ändert aber nichts daran, daß es sich um einen handwerklich und atmosphärisch immer noch sehr beeindruckenden Film handelt.

Dienstag, 12. April:
Tele 5, 20.15 Uhr: "Insomnia" (2002)
Christopher Nolans Remake eines norwegischen Films ist ein spannender und stimmungsvoller Thriller in ungewohnter Alaska-Kulisse, in dem Al Pacino als dank der "Mitternachtssonne" von Schlaflosigkeit geplagter Großstadt-Polizist mit einer jungen Kollegin (Hilary Swank) in einem Mordfall ermittelt. Als Bösewicht glänzt Robin Williams in ungewohnter Rolle.

Super RTL, 20.15 Uhr: "Der letzte Kuß" (2006)
Die tonal etwas unausgewogene zweite Drehbuch-Arbeit von "Scrubs"-Star Zach Braff konnte zwar weder bei den Kritikern noch an den Kinokassen so sehr punkten wie sein gefeiertes Debüt "Garden State" (bei dem er auch erstmals Regie führte). Dennoch bietet das von Tony Goldwyn inszenierte Remake einer italienischen Tragikomödie, in dem Braff als Michael vor der Hochzeit mit seiner langjährigen Freundin Muffensausen bekommt und dann auch noch Gefühle für eine deutlich jüngere Zufallsbekanntschaft (gespielt von der wie immer bezaubernden "Hart of Dixie"-Aktrice Rachel Bilson) entwickelt, gute Unterhaltung.

RTL Nitro, 22.25 Uhr: "Pulp Fiction" (1994)
Dazu muß man eigentlich nicht viel sagen: Wer Quentin Tarantinos ultracooles Gangsterfilm-Meisterwerk mit John Travolta, Uma Thurman und Samuel L. Jackson (alle erhielten übrigens hochverdiente OSCAR-Nominierungen) noch nicht gesehen hat, der hat definitiv etwas verpaßt! Das sieht übrigens auch der 7. Platz in den IMDb Top 250 so ...

WDR, 23.40 Uhr: "Zwölf Uhr mittags" (1952)
Siehe meinen TV-Tip vom Februar zum Westernklassiker mit Gary Cooper und Grace Kelly.

Außerdem:
Krieg der Götter (dramaturgisch eher spartanisches, aber visuell aufregendes antikes Fantasy-Spektakel mit Henry "Superman" Cavill; 22.15 Uhr bei Pro7Maxx)

Mittwoch, 13. April:
Tele 5, 20.15 Uhr: "Rain Man" (1988)
Und noch ein Klassiker: In Barry Levinsons einfühlsamer Tragikomödie glänzt Dustin Hoffman als Autist Raymond, dessen leichtlebiger kleiner Bruder Charlie (Tom Cruise), ein Autohändler, erst nach dem Tod des Vaters von ihm erfährt. Da fast das gesamte Erbe an Raymond gehen soll, "entführt" Charlie ihn kurzerhand aus der psychiatrischen Klinik, um doch irgendwie an die Hälfte des Erbes zu kommen. Auf der Autoreise nach Kalifornien kommen sich die ungleichen Brüder allerdings zunehmend näher ... Insgesamt gab es für "Rain Man" vier OSCARs, alle in Hauptkategorien: Bester Film, Regie, Drehbuch, Hauptdarsteller (Hoffman).

Servus TV, 22.15 Uhr: "Der Glanz des Hauses Amberson" (1942)
Nach seinem bahnbrechenden Regiedebüt "Citizen Kane" hatte sich Orson Welles auch für sein Folgewerk sehr viel vorgenommen: Die Romanverfilmung (basierend auf seiner eigenen Hörspieladaption einige Jahre zuvor) über den Niedergang einer angesehenen, wohlhabenden, aber beruflich zu rückwärtsgewandten Industriellenfamilie im Mittleren Westen im frühen 20. Jahrhundert durch die Folgen der Motorisierung sollte ein weiteres intelligentes, filmisch höchst anspruchsvolles Charakterdrama mit gesellschaftskritischen Zügen werden. Leider erbrachten erste Testvorführungen negative Zuschauerreaktionen, weshalb das Studio RKO letztlich fast 50 Minuten herausschnitt, bis keine eineinhalb Stunden übrigblieben. In die Kategorie "geschieht ihnen recht" fällt die Tatsache, daß der Film trotzdem - oder gerade deshalb? - ein gewaltiger kommerzieller Mißerfolg wurde. Für Orson Welles und alle Cineasten ist das aber natürlich nur ein geringer Trost. Das Erstaunlichste an der Geschichte: Selbst diese Rumpffassung, die in den berühmten Worten Welles' aussah wie "von einem Rasenmäher geschnitten", ist ein sehr guter Film, der zu seinen besten Werken gezählt wird; da mag man sich kaum vorstellen, wie grandios Welles' ursprüngliche Fassung gewesen sein muß ...

BR, 23.30 Uhr: "Das fünfte Element" (1997)
Siehe meine Empfehlung von Anfang Dezember für Luc Bessons farbenfrohes SciFi-Märchen. Übrigens: Erste Bilder von Bessons neuem SF-Film "Valerian" lassen auf eine Fortsetzung im Geiste hoffen!

Donnerstag, 14. April:
SWR, 23.45 Uhr: "Für immer dein" (2012)
In dem leichtfüßig erzählten, auf einer wahren Geschichte basierenden und mit zahlreichen Auszeichnungen bedachten kanadischen Liebesfilm will ein 88-jähriger, noch immer rüstiger Farmer (James Cromwell) für sich und seine an Demenz erkrankte Ehefrau (Geneviéve Bujold) mit eigenen Händen ein Haus bauen, in dem sie ihren Lebensabend verbringen können. Womit er nicht gerechnet hat, sind die zahlreichen bürokratischen Hürden, die ihm von den Behörden in den Weg gestellt werden ...

Freitag, 15. April:
ZDF Neo, 20.15 Uhr: "Mit aller Macht - Primary Colors" (1998)
Mike Nichols' Politsatire über einen an Bill Clinton angelehnten Präsidentschafts-Kandidaten, der sich mit amourösen Verwicklungen selbst in die Bredouille bringt. In der "Clinton-Rolle" ist hier John Travolta zu sehen, Emma Thompson spielt seine Frau. Kathy Bates erhielt für ihre Nebenrolle als Teil des Wahlkampfteams eine OSCAR-Nominierung.

Tele 5, 22.05 Uhr (um etwa eineinhalb Minuten gekürzt; ungeschnittene Nachtwiederholung um 3.15 Uhr): "Ghettogangz - Die Hölle vor Paris" (2004)
Nach einem Drehbuch von Luc Besson schuf Regisseur Pierre Morel diesen harten, aber stark choreographierten Parkour-Actionfilm, der in einer leicht dystopisch zugespitzten Version der berühmt-berüchtigten "Banlieues" von Paris spielt.

3sat, 22.35 Uhr: "Chinatown" (1974)
Roman Polanskis Klassiker des Film noir ist eines der zentralen Werke des "New Hollywood", das zu Beginn der 1970er Jahre die US-Filmbranche mit der Zuwendung zu düsteren, betont realistischen und gesellschaftskritischen Themen revolutionierte. Jack Nicholson spielt einen Privatdetektiv in Los Angeles, dessen simpel erscheinender neuer Auftrag - er soll im Auftrag von dessen Ehefrau herausfinden, ob ein wohlhabender Chefingenieur eine Affäre hat - ihn unverhofft in ein gewaltiges Intrigenspiel voller moralischer Abgründe führt. Für das Drehbuch gab es einen OSCAR, die Hauptdarsteller Nicholson und Faye Dunaway waren ebenso wie Polanski nominiert (insgesamt gab es 11 OSCAR-Nominierungen). In den IMDb Top 250 belegt "Chinatown" derzeit Platz 123.

BR, 23.15 Uhr: "Charade" (1963)
In dem sehr vergnüglichen Krimikomödien-Verwirrspiel (mit deutlichen Hitchcock-Anleihen) von Stanley Donen wird eine junge Witwe (Audrey Hepburn) von ehemaligen Kriegskameraden ihres Mannes verfolgt, die viel Geld verlangen, das der Verstorbene ihnen angeblich noch schuldete. Ein undurchsichtiger CIA-Agent (Walter Matthau in einer ungewohnten Rolle) bietet ihr Hilfe an, wenn sie für ihn einen charmanten Amerikaner (Cary Grant) ausspioniert, den sie scheinbar zufällig kurz vorher kennengelernt hat ...

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