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In eigener Sache: Mein neues Filmbuch

Einigen Lesern ist bestimmt aufgefallen, daß ich in der rechten Spalte meines Blogs seit einigen Monaten das Cover meines neuen Buchs präs...

Samstag, 26. Dezember 2015

TV-Tips für das Wochenende 52/2015

Samstag, 26. Dezember:
RTL, 20.15 Uhr: "Die Croods" (2013)
Free-TV-Premiere des OSCAR-nominierten Animationsfilms über eine Steinzeitfamilie auf der Suche nach einer neuen Heimat.

Disney Channel, 20.15 Uhr: "Cinderella" (1950)
Die Vorlage zum diesjährigen Disney-Realfilm-Remake. Die Zeichentrick-Version gilt weithin als Klassiker, ich persönlich finde Kenneth Branaghs "Cinderella" aber nicht zuletzt dank der tollen Besetzung mit Cate Blanchett und Lily James noch deutlich besser.

3sat, 21.45 Uhr: "Ich kämpfe um dich" (1945)
Ein schöner romantischer Film noir von Alfred Hitchcock, in dem sich eine schöne Psychiaterin (Ingrid Bergman) in ihren neuen Chef Dr. Edwardes (Gregory Peck) verliebt, der allerdings wie sich herausstellt an Amnesie leidet und befürchtet, den echten Dr. Edwardes ermordet zu haben. Neben der üblichen Qualität eines Hitchcock-Films ist gibt es hier ein besonderes Plus, da eine Traumsequenz von keinem Geringeren als Salvador Dalí, dem spanischen Meister des Surrealismus, gestaltet wurde!

RTL II, 23.20 Uhr: "Full Metal Jacket" (1987)
Ganz und gar nicht romantisch ist der beklemmende Anti-Kriegsfilm von Stanley Kubrick (rund 30 Jahre, nachdem er mit dem im Ersten Weltkrieg spielenden "Wege zum Ruhm" bereits ein Meisterwerk des Genres geschaffen hatte), der auch für seine krasse inhaltliche Zweiteilung berühmt ist. Der erste, meiner Meinung nach etwas stärkere Teil befaßt sich komplett mit der Ausbildung junger Rekruten (darunter in der wohl besten Rolle seines Lebens Vincent d'Onofrio als einfältiger, übergewichtiger Gefreiter Leonard) durch einen mitleidlosen Ausbilder (grandios gespielt vom ehemaligen Marine R. Lee Ermey), während es in der zweiten Hälfte direkt in den Vietnam-Krieg geht, wo der Protagonist Joker (Matthew Modine) feststellen muß, daß die für konventionelle Kriege gedachte Ausbildung in diesem asymmetrischen Konflikt vollkommen nutzlos ist. Es gibt ja einige starke Anti-Kriegsfilme, aber so konsequent wie Stanley Kubrick konnte kaum ein anderer Filmemacher die Sinnlosigkeit und Absurdität des Krieges vermitteln.

Außerdem:
Pacific Rim (Free-TV-Premiere von Guillermo del Toros bombastischem "Riesenroboter gegen Riesenmonster"-Blockbuster; 20.15 Uhr bei Pro 7)
Riddick – Überleben ist seine Rache (Free-TV-Premiere des dritten SF-Horror-Abenteuers mit Vin Diesel, stilistisch näher am starken ersten Teil "Pitch Black" als am überambitionierten Nachfolger "Riddick: Chroniken eines Kriegers", dramaturgisch jedoch arg karg gehalten; 22.05 Uhr bei RTL)
Ip Man 2 (kampftechnisch erneut überzeugende, inhaltlich jedoch mißglückte Fortsetzung des Biopics über den Lehrmeister von Bruce Lee; 1.35 Uhr bei RTL II)
Ip Man Zero (das Prequel ist unterhaltsamer als der zweite Teil, aber nicht so gut wie der erste; 3.15 Uhr bei RTL II)

Sonntag, 27. Dezember:
3sat, 14.35 Uhr: "Hatari!" (1962)
Heutzutage ist das ein wenig in Vergessenheit geraten, aber mit Hardy Krüger gab es in den 1960er Jahren einen waschechten deutschen Hollywood-Star. Neben "Der Flug des Phoenix" ist Howard Hawks' Afrika-Abenteuer "Hatari!" sein bekanntester Film, in dem er Teil eines von John Wayne angeführten Teams ist, das Wildtiere für Zoos auf der ganzen Welt einfängt. Aus heutiger Sicht ist das natürlich moralisch durchaus fragwürdig, aber Hawks hat das trotz einer dünnen Story als großes Abenteuer mit viel Humor und tollen Afrika-Aufnahmen inszeniert, sodaß der Film einfach Spaß macht. Repräsentativ dafür ist Henry Mancinis weltberühmter fröhlicher "Baby Elephant Walk", der zu den bekanntesten Melodien der Filmgeschichte zählt und vielfach gecovert wurde (u.a. gar nicht mal so schlecht von der damaligen VIVA-VJane und heutigen Backshow-Moderatorin Enie van de Meiklokjes ...).

RTL, 20.15 Uhr: "Das Dschungelbuch" (1967)
Mit Sicherheit noch immer einer der schönsten Disney-Zeichentrickfilme, der ehrlich gesagt so ziemlich jeden modernen Animationsfilm (inklusive der meisten Pixar-Werke!) in die Tasche steckt und das auch dank einer wirklich inspirierten deutschen Synchronfassung!

Kabel Eins, 20.15 Uhr (leicht geschnitten; ungekürzte Wiederholung am Montag um 22.25 Uhr): "Braveheart" (1995)
Mel Gibsons bester Film gewann 1996 den OSCAR für den besten Film des Jahres (sowie vier weitere). Und das vollkommen verdient, denn die (in Grundzügen) wahre, um das Jahr 1300 herum spielende Geschichte des schottischen Freiheitskämpfers William Wallace inszenierte er ebenso episch wie dramatisch und mit einer tollen Besetzung, die u.a. Sophie Marceau, Brendan Gleeson, Brian Cox, Catherine McCormack und Patrick McGoohan umfaßt.

3sat, 21.50 Uhr: "Der Fall Paradin" (1947)
Der romantische Thriller zählt eher zu den schwächeren Hitchcock-Werken, aber bekanntlich ist auch ein schwächerer Hitchcock immer noch ein mindestens ordentlicher Film so auch hier. Diesmal spielt Gregory Peck einen verheirateten Anwalt, der sich in seine mordverdächtige Klientin (Alida Valli) verliebt. Schauspiel-Legende Charles Laughton ("Meuterei auf der Bounty") gibt den Richter.

ZDF, 22.00 Uhr: "Das finstere Tal" (2013)
Free-TV-Premiere des mit sieben Deutschen Filmpreisen gekrönten österreichisch-deutschen Alpenwesterns mit Sam Riley, Tobias Moretti und Paula Beer.

Servus TV, 23.45 Uhr: "Trapez" (1956)
Zugegeben, in der heutigen Zeit ist es schwer nachvollziehbar, wie extrem erfolgreich in den 1950er Jahren Zirkus-Filme waren, obwohl die meisten davon eine ziemlich schematische Story erzählten. Dennoch: Schon aufgrund der atemberaubenden Artistenszenen ist Carol Reeds ("Der dritte Mann") angemessen farbenfroher Klassiker über ein Liebesdreieck zwischen der schönen Trampolinspringerin Lola (Gina Lollobrigida) und den beiden Trapezkünstlern Mike (Burt Lancaster, der in seinen frühen Jahren wirklich Zirkustartist war) und Tino (Tony Curtis) immer noch sehenswert.

ARD, 2.45 Uhr: "Der letzte Mohikaner" (1992)
Michael Manns Abenteuer-Klassiker nach einem während der Kolonialkriege im Amerika des 18. Jahrhunderts spielenden Roman von James F. Cooper glänzt mit einem tollen Titeldarsteller Daniel Day-Lewis, ungemein stimmungsvollen Landschaftsaufnahmen, einer superben Musik und einer melancholischen Atmosphäre.

Außerdem:
Iron Man 3 (unter Comic-Fans ist der Film wegen zu viel Tony Stark und zu wenig Iron Man sowie aufgrund einer gravierenden Abweichung gegenüber der Vorlage umstritten, für "normale" Zuschauer bietet er aber hervorragende Unterhaltung; 20.15 Uhr bei Pro 7)

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