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Montag, 12. Januar 2015

OSCAR-News: Favorit "Boyhood" und "Grand Budapest Hotel" triumphieren bei den Golden Globes

Am Donnerstag werden in Los Angeles die OSCAR-Nominierungen bekanntgegeben, doch gestern Abend gab es zunächst die Verleihung der (zumindest gemessen an der medialen Aufmerksamkeit) zweitwichtigsten Preise der Saison: der von der Hollywood-Auslandspresse verliehenen Golden Globes. Die Auswahl der Gewinner kann zwar die OSCAR-Resultate nicht mehr direkt beeinflussen, da die Stimmzettel für die Academy Awards bereits am Donnerstag abgegeben werden mußten; dennoch sind die Golden Globes speziell in den letzten Jahren ein ziemlich zuverlässiger Gradmesser gewesen. Hier sind die Gewinner:

Bestes Drama:
Bestes Musical oder Komödie:
Animationsfilm:
"Drachenzähmen leicht gemacht 2"
Regie:
Richard Linklater, "Boyhood"
Darstellerin, Drama:
Julianne Moore, "Still Alice"
Darsteller, Drama:
Eddie Redmayne, "Die Entdeckung der Unendlichkeit"
Darstellerin, Musical/Komödie:
Amy Adams, "Big Eyes"
Darsteller, Musical/Komödie:
Michael Keaton, "Birdman"
Nebendarstellerin:
Patricia Arquette, "Boyhood"
Nebendarsteller:
J.K. Simmons, "Whiplash"
Nicht-englischsprachiger Film:
"Leviathan", Rußland
Drehbuch:
"Birdman"
Musik:
"Die Entdeckung der Unendlichkeit"
Filmsong:
"Glory" von Common und John Legend, "Selma"

Im Grunde genommen gibt es nur sehr wenige Überraschungen, dafür aber ausgerechnet eine in den Hauptkategorien: Daß sich Wes Andersons "Grand Budapest Hotel" in der Komödien-Sparte gegen Favorit "Birdman" würde durchsetzen können, war nicht wirklich zu erwarten. Da sich Richard Linklater für "Boyhood" neben dem Hauptpreis bei den Dramen auch noch den Regiepreis sichern konnte, hat die revolutionär gedrehte Coming of Age-Story ihre leichte Favoritenstellung vor "Birdman" deutlich ausgebaut. Zumindest ging der Drehbuch-Preis an "Birdman" (dazu kommt die Ehrung für Hauptdarsteller Keaton, die aber zu erwarten war), was dafür sorgt, daß die Spannung nicht vollkommen verloren geht.

Der Vollständigkeit halber noch die Gewinner der TV-Kategorien:

Beste Drama-Serie:
"The Affair"
Beste Comedy-Serie:
"Transparent"
Bester TV-Film oder Mini-Serie:
"Fargo"
Darstellerin, Drama-Serie:
Ruth Wilson, "The Affair"
Darsteller, Drama-Serie:
Kevin Spacey, "House of Cards"
Darstellerin, Comedy-Serie:
Gina Rodriguez, "Jane the Virgin"
Darsteller, Comedy-Serie:
Jeffrey Tambor, "Transparent"
Darstellerin TV-Film/Mini-Serie:
Maggie Gyllenhaal, "The Honorable Woman"
Darsteller TV-Film/Mini-Serie:
Billy Bob Thornton, "Fargo"
Nebendarstellerin:
Joanne Froggatt, "Downton Abbey"
Nebendarsteller:
Matt Bomer, "The Normal Heart"

Trotz viel Kritikerlob ist "The Affair" ein durchaus erstaunlicher Triumphator, dafür ging das hochgelobte "True Detective" überraschenderweise vollkommen leer aus.

Zur Show selbst kann ich diesmal leider nichts schreiben, da sie erstmals seit Jahren nicht im deutschen Free-TV übertragen wurde (und ich keine Lust hatte, sie mir im Internet anzusehen).

Quelle:

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