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Samstag, 22. Dezember 2012

OSCAR-News: Keine OSCAR-Nominierung für "Barbara"

Gestern hat die Academy ihre Vorauswahl von neun Filmen bekanntgegeben, die um die fünf Nominierungsplätze in der Kategorie "Bester nicht-englischsprachiger Film" konkurrieren. Dies sind:

- "Liebe", Österreich
- "War Witch", Kanada
- "No!", Chile
- "Die Königin und der Leibarzt", Dänemark
- "The Deep", Island
- "Kon-Tiki", Norwegen
- "Beyond the Hills", Rumänien
- "Winterdieb", Schweiz

Bislang also ein wahrer Triumphzug der Europäer, die mit sieben Werken vertreten sind darunter zwar zwei deutsche Co-Produktionen (Österreich und Dänemark), aber dafür ist der offizielle deutsche Beitrag "Barbara" von Christian Petzold die wohl größte Überraschung unter den nicht genannten Filmen. Michael Hanekes "Liebe" gilt bei den Kritikern weiterhin als großer Favorit, nicht unterschätzen darf man jedoch den Wohlfühlfaktor von "Ziemlich beste Freunde". Normalerweise sollten sich die übrigen drei Nominierten aus "War Witch", "No!", "Die Königin und der Leibarzt" und "Kon-Tiki" rekrutieren, allerdings ist das in der schon notorisch überraschungsreichen Fremdsprachen-Kategorie letztlich reine Kaffeesatz-Leserei ...

Abschließend noch ein Link zu einer schönen Übersicht aller Gewinner der bisherigen Kritikerpreise dieser Awards Season. Stand ist der 18. Dezember, seitdem sind noch Austin und Utah (jeweils "Zero Dark Thirty") hinzugekommen. Auffällig und in Sachen Spannung sehr erfreulich ist, wie viele verschiedene "Bester Film"-Gewinner es bei den Kritikern bereits gab. Kathryn Bigelows "Zero Dark Thirty" (um den es in den USA aber inzwischen sogar politische Kontroversen gibt wegen der von der Regisseurin sowie Autor Boal klar zurückgewiesenen Deutungsmöglichkeit, daß die Jagd nach bin Laden auch wegen der Anwendung von Folter erfolgreich gewesen sein könnte) zeigt sich zwar dominant, Ben Afflecks "Argo" und andere bleiben jedoch harte Konkurrenz. Erstaunlich ist, daß die zwei (neben "Zero Dark Thirty") vermeintlichen Top-Favoriten in der Königskategorie bisher fast (Steven Spielbergs "Lincoln", ein Sieg) oder ganz (Tom Hoopers "Les Misérables") leer ausgegangen sind. Was ihre OSCAR-Chancen aber noch nicht nachhaltig schmälern dürfte.

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