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In eigener Sache: Mein neues Filmbuch

Einigen Lesern ist bestimmt aufgefallen, daß ich in der rechten Spalte meines Blogs seit längerer Zeit das Cover meines neuen Buchs präsen...

Dienstag, 23. Juni 2026

KINOVORSCHAU JULI 2026

Wie bereits im Juni ist auch im Juli 2026 die Auswahl an Kinostarts in Deutschland nicht allzu breit, dafür gibt es aber jede Woche ein potentielles großes Highlight – allen voran Christopher Nolans "Die Odyssee", "Toy Story 5", das Realfilm-Remake von "Vaiana" und "Spider-Man: Brand New Day":

1./2. Juli:
"Minions & Monster" (3D):
Alleine in Deutschland hat die "Ich – Einfach unverbesserlich"-Reihe von Illumination Entertainment mit sechs Animationsfilmen mehr als 26 Millionen Zuschauer in die Kinos gelockt – davon gehen über elf Millionen auf das Konto der bislang zwei "Minions"-Spin-Offs. Entsprechend groß sind die Erwartungen an den dritten Teil, der in einem für Cineasten besonders reizvollen Setting spielt: dem Hollywood der 1920er Jahre! Die kleinen gelben Gestalten mit der großen Vorliebe für möglichst böse Bösewichte wollen hier mit dem Regisseur Max (sowohl in der Original- als auch in der deutschen Synchronfassung gesprochen von Christoph Waltz) einen Horrorfilm drehen. Und was braucht man für einen guten Horrorfilm? Richtig, ein überzeugendes Monster! Also machen sich die Minions auf die Suche nach einem passenden Kandidaten ...

"23 000 Leben":
Das neue Drama von Markus Goller ("Friendship!") ist eine Netflix-Produktion, die am 17. Juli beim Streamingdienst startet und zuvor eine kurze und vermutlich sehr limitierte Kinoauswertung erhält. Inspiriert von wahren Geschehnissen geht es um eine Gruppe idealistischer Jugendlicher, die angesichts des von der Politik mehr oder weniger hingenommenen Massensterbens von Flüchtlingen im Mittelmeer mittels einer Crowdfunding-Kampagne ein altes Schiff kaufen und sich damit als Seenotretter betätigen. Mit Louis Hofmann ("Unter dem Sand"), Mala Emde ("303") und Frederick Lau ("Victoria") sowie Gastauftritten von Corinna Harfouch, Herbert Knaup, Franka Potente, Katja Riemann und Ulrich Matthes.

"The Piano Tuner":
Der hochgelobte kanadisch-amerikanische Thriller des eigentlichen Dokumentarfilmers Daniel Roher ("Navalny") erzählt von dem jungen New Yorker Klavierstimmer Niki (Leo Woodall, "Bridget Jones 4"), der über ein äußerst feines Gehör verfügt. Dieses macht sein Leben ziemlich schwierig und hat seiner Musikerkarriere ein frühes Ende gesetzt – dafür hilft er damit neben seiner eigentlichen Tätigkeit Kriminellen beim Safeknacken … Altstar Dustin Hoffman spielt Nikis Mentor und Havana Rose Liu ("Power Ballad") die Musikstudentin Ruthie, in die sich Niki verliebt.

"Into the Wild":
Im Rahmen der "Best of Cinema"-Reihe gibt es am 7. Juli eine eintägige Wiederaufführung von Sean Penns für zwei OSCARs nominiertem Aussteiger-Drama mit Emile Hirsch und Hal Holbrook.

9. Juli:
"Vaiana" (3D):
Gerade einmal zehn Jahre ist es her, daß Disney mit "Vaiana" einen ebenso guten wie erfolgreichen Animationshit in die Kinos brachte, da wird dieser bereits Teil der berühmt-berüchtigten disney'schen Realfilm-Remake-Welle. Dwayne Johnson, der bereits im Animationsfilm den Halbgott Maui sprach, übernimmt diese Rolle auch im Remake, während die junge Protagonistin Vaiana aus Altersgründen eine neue Besetzung in Person von Catherine Laga'aia erhält. Die erkundungsfreudige Häuptlingstochter macht sich angesichts einer drohenden Hungersnot auf ihrer kleinen polynesischen Heimatinsel heimlich mit einem Segelboot auf den Weg über den Ozean, um Hilfe zu finden – und trifft dabei auf den selbstgefälligen Maui, der zu ihrem Begleiter wird.

"Evil Dead Burn":
Drei Jahre nach dem geglückten Reboot mit "Evil Dead Rise" kehrt die 1981 mit Sam Raimis "Tanz der Teufel" begonnene Kult-Horrorkomödien-Reihe mit einem Spin-Off des französischen Filmemachers Sébastien Vaniček ("Spiders") zurück. Bisher gibt es nur eine grobe Inhaltsbeschreibung: Demnach kommt eine Familie nach einem Todesfall in einem abgelegenen Haus zusammen – in dem die Anwesenden dummerweise irgendwie nach und nach in dämonische Deadites verwandelt werden … Mit Souheila Yacoub ("Dune: Part Two"), Hunter Doohan (TV-Serie "Your Honor") und Luciane Buchanan (Netflix-Serie "The Night Agent").

"Virginia Woolf's Night & Day":
Tina Gharavis ("I Am Nasrine") britisch-deutsch-amerikanische Adaption des Romans "Nacht und Tag" ist eine "unromantische Komödie" und spielt im London des frühen 20. Jahrhunderts. Die junge, ambitionierte und aus gutem Hause stammende Katherine (Haley Bennett, "Die glorreichen Sieben") will unbedingt Astronomin werden – was für sie als Frau zu dieser Zeit natürlich so gut wie ausgeschlossen ist. Dementsprechend will ihr Vater (Timothy Spall, "Mr. Turner") sie schnellstmöglich mit dem Freund der Familie William Rodney (Jack Whitehall, "Jungle Cruise") verheiraten. Doch Katherine kämpft um ihre Unabhängigkeit und lernt die Frauenrechtlerin Mary (der britische Popstar Lily Allen) kennen – sowie den der Arbeiterklasse zugehörigen Autor Ralph (Elyas M'Barek), in den sie sich verliebt ...

16. Juli:
"Die Odyssee":
Eigentlich hat ein neuer Film von Regie-Superstar Christopher Nolan ("The Dark Knight", "Inception") neben der offiziellen PR-Kampagne keine zusätzliche Werbung nötig – zumal wenn es sich wie hier um die Adaption eines der berühmtesten Werke der Menschheitsgeschichte handelt: Homers "Die Odyssee". Dennoch hat der erste Billionär der Menschheitsgeschichte, Elon Musk, genau dafür gesorgt – wenn auch eher unfreiwillig, denn der Apartheids-Profiteur mit den lustigen Ideen (z.B. Unternehmen verklagen, weil sie nach dessen Übernahme durch Musk keine Werbung mehr auf Twitter schalten wollen) regte sich ausgesprochen öffentlichkeitswirksam wochenlang in unzähligen Tweets darüber auf, daß Nolan in dieser fiktiven Geschichte die kleine Nebenrolle der Helena von Troja mit einer schwarzen Frau (OSCAR-Gewinnerin Lupita Nyong'o) besetzte. Und diese zusätzliche "Werbung" verfehlte nicht ihre (von Musk in bester Streisandeffekt-Manier unbeabsichtigte) Wirkung, denn "Die Odyssee" brach nicht nur in den USA bereits diverse Vorverkaufsrekorde (vor allem für IMAX-Kinos). Dazu trägt sicher auch das wieder einmal beachtliche Staraufgebot des beinahe dreistündigen Epos bei: So spielt Matt Damon den griechischen Helden Odysseus, der nach dem Trojanischen Krieg auf dem Heimweg nach Ithaka zahlreiche Hindernisse überwinden muß. An seiner Seite agieren Anne Hathaway und Tom Holland als Odysseus' Frau Penelope respektive Sohn Telemachos sowie Robert Pattinson, Zendaya, Charlize Theron und viele weitere bekannte Namen.

"Was haben wir gelacht":
Der Dokumentarfilm von Eva Müller und Isabel Schneider beleuchtet die von Männern dominierte deutsche Comedyszene der 1990er und 2000er Jahre aus dezidiert weiblicher Perspektive. Zu Wort kommen primär Hella von Sinnen, "RTL Samstag Nacht"-Star Esther Schweins, Kabarettistin Maren Kroymann, WDR-Moderatorin Bettina Böttinger und "Ritas Welt"-Star Gaby Köster.

23. Juli:
"Toy Story 5" (3D):
Pixars Vorzeige-Animationsreihe über die liebenswerten, von Astronaut Buzz Lightyear (in der Originalfassung gesprochen von Tim Allen) und Cowboy Woody (Tom Hanks, in der deutschen Synchronfassung: Michael "Bully" Herbig) angeführten Kinderspielzeuge geht 31 Jahre nach dem Erstling in die fünfte Runde – und erneut sind die US-Kritiken hervorragend ausgefallen. Inzwischen gehören die Spielzeuge Andys kleiner Schwester Bonnie, sehen sich aber einer sehr ernsthaften neuen Bedrohung ausgesetzt: Bonnie bekommt nämlich ein froschförmiges Tablet, in das sie sich Hals über Kopf verliebt! Wie können Woody und Co. nur ihre Aufmerksamkeit zurückerobern? Regie führte erstmals in der Reihe Pixar-Veteran Andrew Stanton ("WALL*E").

"Kraken – Erwachen der Tiefe":
Wohlwollend rezensierter norwegischer Monster-Horrorfilm von Pål Øie ("The Tunnel"), in dem die Meeresbiologin Johanne (Sara Khorami, "Troll 2") auf die Suche nach einem menschenfressenden Seeungeheuer in einem norwegischen Fjord geht.

"Dreams – Gefährliches Verlangen":
In dem positiv besprochenen Beziehungsdrama des mexikanischen Filmemachers Michel Franco ("Sundown") spielt Jessica Chastain ("Molly's Game") die Philanthropin Jennifer, die eine Affäre mit dem von ihr unterstützten, deutlich jüngeren und illegal in die USA eingereisten mexikanischen Ballettänzer Fernando (Isaac Hernández, "The King of All of the World") eingeht. Doch was harmonisch beginnt, wird immer komplizierter ...

29./30. Juli:
"Spider-Man: Brand New Day":
Der dritte "Spider-Man"-Solofilm mit Tom Holland ist in Deutschland immer noch der zweiterfolgreichste Film des Marvel Cinematic Universe: Über 4,6 Millionen Kinogänger wollten sehen, wie sich Peter Parker in "No Way Home" den Tücken des Multiversums stellte, nur "Avengers: Endgame" war noch besucherstärker (gut 5,1 Millionen). Auch weltweit zählen die Spidey-Filmen zu den beliebtesten aus dem MCU, so spielte "No Way Home" beinahe $2 Mrd. ein und war damit der vorletzte MCU-Film, der die Milliarden-Marke knackte ("Deadpool & Wolverine" kam noch auf gut $1,3 Mrd.). Entsprechend hoch sind die Erwartungen an "Brand New Day", zumal das MCU bekanntlich in den letzten Jahren qualitativ wie auch kommerziell deutlich schwächelte. Zuletzt ging es zumindest bei der Qualität mit "Thunderbolts" und "The Fantastic Four: First Steps" wieder bergauf und "Brand New Home" soll tunlichst auch wieder mehr Fans in die Lichtspielhäuser locken. Nachdem Peter am Ende von "No Way Home" schweren Herzens alle Menschen inklusive seiner besten Freunde (sowie der weiteren Avengers) seine Existenz vergessen ließ, muß er nun wie ganz zu Beginn seiner Superhelden-Karriere auf sich allein gestellt und in eher kleinerem, lokalen Maßstab das Böse in New York bekämpfen. Doch dann stößt er auf eine neue Bedrohung, die er alleine kaum in den Griff bekommen kann – zudem entwickeln sich seine Superhelden-Kräfte auf unerwartete Weise weiter … Zendaya und Jacob Batalon werden wieder als Peters (ehemalige) beste Freunde MJ und Ned zu sehen sein, zudem haben die Trailer bereits enthüllt, daß Mark Ruffalo als Hulk und Jon Bernthal als Punisher eine Rolle spielen werden. Man kann aber sicher mit einigen Überraschungen rechnen.

"The Invite":
Für ihre dritte Kino-Regiearbeit nach "Booksmart" und "Don't Worry Darling" hat sich Schauspielerin Olivia Wilde ("Der Fall Richard Jewell") ein Komödien-Kammerspiel vorgenommen, in dem sie selbst die weibliche Hauptrolle spielt. Sie und Seth Rogen ("Long Shot") agieren als Paar in einer schweren Beziehungskrise. Als sie sich mit den benachbarten Hawk (Edward Norton) und Pina (Penélope Cruz), die ein perfektes Paar zu sein scheinen, zu einem gemeinsamen Abendessen treffen, erwarten sie einige Überraschungen … Das Remake des für fünf Goyas nominierten spanischen Films "Sentimental" aus dem Jahr 2020 erhielt sehr gute Kritiken.

"Bitteres Fest":
Apropos Spanien: Auch Altmeister Pedro Almodóvar ("Leid und Herrlichkeit") hat einen neuen Film am Start mit der ebenfalls mit sehr robusten Kritiken ausgestatteten verschachtelten Tragikomödie "Bitteres Fest". Darin spielt Leonardo Sbaraglia ("Wild Tales") den Filmemacher Raùl, der mit seinem Drehbuch über die Geschichte der Werbedirektorin Elsa (Bárbara Lennie, "Offenes Geheimnis") zu kämpfen hat. Diese muß nach dem Tod ihrer Mutter einen Weg aus ihrer Trauer zurück ins Leben finden.

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