Montag, 9. März:
Arte, 20.15 Uhr: "Tagebuch einer Kammerzofe" (1964)
Luis Buñuels ("Der diskrete Charme der Bourgeoisie") bitterböse Verfilmung eines Romans von Octave Mirbeau ist ein satirischer Kriminalfilm, in dessen Mittelpunkt die titelgebende, von Jeanne Moreau ("Die Liebenden") verkörperte Kammerzofe Célestine steht. Die kultivierte Pariserin tritt im Jahr 1928 ihre neue Stelle in einem prächtigen Herrschaftssitz in der Provinz an - und ist schnell schockiert von der dargebotenen Dekadenz und Morallosigkeit. Eigentlich will sie kündigen, doch dann geschieht ein Mord und Célestine beschließt, den Mörder zu überführen ...
Arte, 21.50 Uhr: "Die Aussprache" (2022)
Free-TV-Premiere des dialogstarken, verdientermaßen mit dem Drehbuch-OSCAR ausgezeichneten US-Dramas von Sarah Polley ("Take This Waltz"). In der packenden und zum Nachdenken anregenden Adaption eines Romans von Miriam Toews geht es um eine Gruppe von Frauen, die in einer von der Umwelt isolierten Mennoniten-Gemeinde leben. Eine Reihe sexueller Übergriffe sorgt für Unruhe und zwingt die Frauen dazu, sich entgegen der Gewohnheit in dieser Gemeinde offen über intimste Dinge auszutauschen - und zu entscheiden, wie man mit der bedrohlichen Situation umgeht. Die Meinungen dazu sind mannigfaltig ... Mit Rooney Mara, Claire Foy, Jessie Buckley, Frances McDormand und Ben Whishaw.
Außerdem:
Predators (anspruchslose, aber spaßige Fortsetzung des 1980er Jahre-Klassikers, in der die von Adrien Brody angeführten Antihelden nach und nach von außerirdischen Kopfgeldjägern dezimiert werden; 22.25 Uhr bei Kabel Eins um gut fünf Minuten gekürzt, ungeschnittene Wiederholung am kommenden Sonntag um 23.40 Uhr)
Dienstag, 10. März:
MDR, 22.55 Uhr: "Hundschuldig" (2024)
Free-TV-Premiere der für vier Schweizer Filmpreise nominierten (bei einem Sieg) Tragikomödie von und mit Schauspielerin und Regiedebütantin Laetitia Dosch. Dosch spielt die idealistische Anwältin Avril, deren neuer Fall sich um einen Hund dreht. Cosmo hat bereits drei Menschen gebissen und soll deshalb eingeschläfert werden, was sein Herrchen Dariuch (François Damiens, "Das brandneue Testament") nicht hinnehmen will.
Außerdem:
Ex Machina (exzellentes, OSCAR-prämiertes Regiedebüt von Alex Garland, in dem Domhnall Gleeson für ein von Oscar Isaac verkörpertes exzentrisches Technikgenie herausfinden soll, ob die von diesem geschaffene Roboterfrau Ava über ein eigenes Bewußtsein verfügt; 20.15 Uhr bei Tele 5)
Mittwoch, 11. März:
Arte, 22.55 Uhr: "Blinde Weide, schlafende Frau" (2022)
Free-TV-Premiere (im französischen Originalton mit deutschen Untertiteln) des mehrfach ausgezeichneten episodischen französisch-kanadischen Animationsfilms, der sechs surrealistische Kurzgeschichten des Bestseller-Autors Haruki Murakami lose adaptiert, die jeweils kurz nach einem verheerenden Erdbeben im Jahr 2011 spielen.
Donnerstag, 12. März:
King Arthur: Legend of the Sword (brutal geflopptes, dabei aber durchaus unterhaltsames Fantasy-Mittelalter-Abenteuer mit Charlie Hunnam, das allerdings wenig mit der Artus-Legende zu tun hat; 20.15 Uhr bei VOX)
Freitag, 13. März:
Doctor Strange in the Multiverse of Madness (dramatischer zweiter Solo-Auftritt von Benedict Cumberbatch als Marvel-Magier, der es diesmal mit der durch ihren Kummer in den Wahnsinn getriebenen Avengers-Kollegin Wanda Maximoff zu tun bekommt; 20.15 Uhr bei Pro 7)
Vaiana (Disneys phantasievolles und sehr witziges Animations-Südseeabenteuer, das mit zwei sympathischen Hauptfiguren, viel Humor und starken Songs punktet; 20.15 Uhr im Disney Channel)
Birds of Prey (anarchisches, sehr schräges, aber leider auch arg unausgewogenes DC-Abenteuer mit der von Margot Robbie verkörperten Antiheldin Harley Quinn im Mittelpunkt; 22.55 Uhr bei Pro 7)
Samstag, 14. März:
Die Frau des Nobelpreisträgers (stark gespieltes Charakterdrama mit der OSCAR-nominierten Glenn Close sowie Jonathan Pryce und Christian Slater; 18.45 Uhr bei One)
To the Wonder (Terrence Malicks ästhetisch sehr ansprechendes, aber allzu langatmiges und inhaltlich arg nihilistisches Liebesdrama mit Ben Affleck, Olga Kurylenko und Rachel McAdams; 20.15 Uhr bei One)
Sonntag, 15. März:
Arte, 20.15 Uhr: "Zeugin der Anklage" (1957)
Billy Wilder ist für allem für seine wunderbaren Komödien wie "Manche mögen's heiß" oder "Das Mädchen Irma la Douce" bekannt, doch seine selteneren ernsten Arbeiten müssen sich dahinter qualitativ nicht verstecken. Das (neben "Sunset Boulevard") wohl beste Beispiel dafür ist der auf eine Kurzgeschichte von Agatha Christie zurückgehende und für sechs OSCARs nominierte Gerichtskrimi "Zeugin der Anklage", in dem sich der großartige Charles Laughton ("Meuterei auf der Bounty") als berühmter Londoner Strafverteidiger und Marlene Dietrich als zwielichtige Ehefrau des Angeklagten (Tyrone Power) in einem Mordfall ein atemberaubendes Duell der Worte liefern. Derzeit auf Rang 65 in den IMDb Top 250 der besten Filme aller Zeiten!
Außerdem:
Keine Zeit zu sterben (solide, aber etwas enttäuschende Abschiedsvorstellung von Daniel Craig als Geheimagent James Bond; 20.15 Uhr bei RTL)
Blood Diamond (packendes Spannungskino mit Leonardo DiCaprio als Söldner in Afrika; 22.10 Uhr bei Arte)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen