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In eigener Sache: Mein neues Filmbuch

Einigen Lesern ist bestimmt aufgefallen, daß ich in der rechten Spalte meines Blogs seit längerer Zeit das Cover meines neuen Buchs präsen...

Mittwoch, 2. September 2026

KINOVORSCHAU SEPTEMBER 2026

Die ganz großen Blockbuster gibt es im September wie gewohnt nicht mehr (abgesehen von einer leicht erweiterten Wiederaufführung von Marvels "Avengers: Endgame"), dafür aber etliche vielversprechende Mid-Budget-Filme wie "The Uprising", "Resident Evil" oder "Eiserne Wildnis", zudem einige frühe OSCAR-Kandidaten ("Vaterland", "Primetime") - und natürlich das Kinofest am 12. und 13. September mit besonders günstigen Eintrittspreisen in den teilnehmenden Kinos!

3. September:
"Das gewisse Etwas":
Die neue Komödie von Marc Rothemund ("Mein Blind Date mit dem Leben") ist ein Remake des französischen Megahits "Was ist schon normal?", der in seiner Heimat mit beinahe 11 Millionen Kinogängern zum erfolgreichsten Film des Jahres 2024 avancierte (und bei uns auf gut 210.000 Zuschauer kam). Florian Lukas ("Good Bye, Lenin!") spielt Karlo, der nach einem Diebstahl gemeinsam mit Sohn Alex (Max von der Groeben, "Fack ju Göhte") untertauchen muß. Als das Duo zufällig auf einen Reisebus voller junger Menschen mit körperlicher oder geistiger Beeinträchtigung auf dem Weg in ein Ferienlager stößt, sehen sie dafür die perfekte Möglichkeit gekommen und schleichen sich in die von Polly (Mala Emde, "303") betreute Gruppe ein ...

"Onslaught":
Nach zuletzt zwei hoch budgetierten "Godzilla"-Filmen ("Godzilla vs. Kong" und "Godzilla x Kong: The New Empire") erinnert sich Genrespezialist Adam Wingard wieder seiner Independent-Wurzeln mit Filmen wie "The Guest" – mit dem sich "Onslaught" laut Wingard übrigens ein Filmuniversum teilt, ohne eine Fortsetzung zu sein. Für das auf anspruchsvolle Genrekost spezialisierte Kultstudio A24 erzählt er in "Onslaught" von einem heftig mißglückten Militärexperiment, in dessen Folge einige gentechnisch optimierte Supersoldaten die Anwohner terrorisieren. Die mit ihrer Tochter in einem Wohnwagenpark residierende Veteranin Celeste (Adria Arjona, "A Killer Romance") stellt sich ebenso wie einige Söldner dem Kampf mit dem scheinbar übermächtigen Feind … Zur Besetzung zählen mit "The Guest"-Hauptdarsteller Dan Stevens, Michael Biehn ("Aliens"), Reginald VelJohnson ("Stirb Langsam") und Rebecca Hall ("Iron Man 3") weitere genreerfahrene Stars.

"Vaterland":
Sage und schreibe vier realistische OSCAR-Chancen hat Sandra Hüller in diesem Jahr: Neben den beiden Hollywood-Filmen "Der Astronaut" und "Digger" (startet am 1. Oktober) und dem deutschen Berlinale-Gewinner "Rose" zählt dazu auch das neue, in Schwarzweiß gedrehte Werk des polnischen Regiestars Pawel Pawlikowski ("Cold War"), der dafür in Cannes mit dem Regiepreis geehrt wurde. Hüller spielt in dem Road-Movie Erika Mann, die Tochter des Literatur-Nobelpreisträgers Thomas Mann (Hanns Zischler, "Die Theorie von Allem"). Im Jahr 1949 kehrt Thomas Mann nach 15-jährigem US-Exil vor den Nazis erstmals in sein noch stark vom verlorenen Zweiten Weltkrieg gezeichnetes Vaterland zurück und reist gemeinsam mit Tochter Erika von Frankfurt am Main nach Weimar, wo er einen Preis erhalten soll.

"That's Why the Lady is a Champ":
"Euphoria"-Star Sydney Sweeney erhielt viel Lob für ihre schauspielerische Leistung in diesem ansonsten arg konventionell geratenen und an den US-Kinokassen heftig gefloppten Sportlerinnen-Biopic von David Michôd ("War Machine"). Sweeney verkörpert darin die Boxerin Christy Martin, die in den 1990er Jahren zu einer der populärsten Sportlerinnen der USA avancierte. Gleichzeitig nahmen jedoch die Schwierigkeiten in ihrem Privatleben mit dem Manager und späteren Ehemann Jim (Ben Foster, "Warcraft") immer weiter zu.

10. September:
"Practical Magic 2 – Zauberhafte Schwestern":
Griffin Dunnes Komödie "Zauberhafte Schwestern" aus dem Jahr 1998 ist nicht wirklich ein Film, der nach einer Fortsetzung geschrien hat. Der mit Sandra Bullock und Nicole Kidman in den Hauptrollen als Hexenschwestern Sally und Gillian Owens immerhin stark besetzte Genremix erhielt gemischte, überwiegend sogar negative Kritiken und schnitt an den Kinokassen bestenfalls mittelmäßig ab (er spielte gerade einmal sein Budget wieder ein – ein kommerzieller Hit sieht anders aus). Warum sollte man dazu eine Fortsetzung drehen? Nunja, vielleicht hatten Kidman und Bullock beim gemeinsamen Drehen einfach so viel Spaß, daß sie das fast 30 Jahre später wiederholen wollten – und da beide Stars in ihren langen Karrieren genügend Geld verdient haben, konnten sie sogar als Produzentinnen bei der Finanzierung helfen. Und da Alice Hoffman, auf deren Roman der Film basierte, erst 2021 ein neues Buch über die Schwestern veröffentlichte, bot sich eine gute Gelegenheit. So steht uns nun tatsächlich ein neues Abenteuer der beiden Hexen ins Haus, bei dem diesmal die Dänin Susanne Bier die Regie übernahm, die mit Bullock bereits beim Netflix-Hit "Bird Box" zusammengearbeitet hat und mit Kidman bei der HBO-Miniserie "The Undoing". Die Owens-Familie ist dummerweise immer noch von einem fiesen Liebesfluch betroffen, der jeden Mann sterben läßt, in den sich eine Owens-Frau verliebt, und der sich jetzt auch auf Sallys Töchter Kylie (Joey King, "Bullet Train") und Antonia ("Game of Thrones"-Star Maisie Williams) auszuwirken droht. Um den Fluch endlich zu brechen, müssen sie sich erneut der düsteren Vergangenheit ihrer Familie stellen ...

"The Uprising – Für die Freiheit":
Auf den aufwendig produzierten Historienfilm von Paul Greengrass ("Flug 93") bin ich persönlich nicht nur deshalb sehr gespannt, weil ich erstens ein Fan von Greengrass' Werk bin und zweitens das Genre sehr mag, sondern auch deshalb, weil der in England spielende "The Uprising" großteils bei mir in der Nachbarschaft gedreht wurde, nämlich u.a. in Nürnberg und im fränkischen Freilandmuseum Bad Windsheim. Andrew Garfield ("Silence") spielt die Hauptrolle eines einfachen Bauern, der im späten 14. Jahrhundert zum Anführer eines gewalttätigen Bauernaufstands gegen den jungen König Richard II. (Woody Norman) avanciert. Oder zumindest dachte man das, doch zwei Wochen vor dem Kinostart wurde in einem Trailer enthüllt, daß Garfield in Wahrheit den jungen Robin Hood spielt und "The Uprising" somit als eine Art Origin-Story fungiert! Mit Jamie Bell ("Rocketman"), Thomasin McKenzie ("Last Night in Soho"), Jonny Lee Miller (TV-Serie "Elementary") und Katherine Waterston ("Inherent Vice").

"Bad Apples":
Störenfriede im Unterricht sind vermutlich für jede Lehrkraft ein großes und wiederkehrendes Ärgernis. In dem mit guten Kritiken ausgestatteten schwarzhumorigen Comedy-Thriller "Bad Apples" nach einem Roman von Rasmus Lindgren greift Saoirse Ronan ("Brooklyn") als Lehrerin Maria allerdings zu einer recht extremen Gegenmaßnahme, denn sie entführt den zehnjährigen Danny (Eddie Waller) kurzerhand (wenn auch eher unabsichtlich) und sperrt ihn in ihrem Keller ein! In der Folge läuft der Unterricht zwar viel harmonischer ab, aber logischerweise beginnt schon bald eine Suchaktion der Polizei (und auch von Dannys Mitschülern) ...

"Oasis: Don't Look Back in Anger":
Die Musik-Doku von Dylan Southern und Will Lovelace begleitet die von Fans lange erwartete Comeback-Tour der Gallagher-Brüder im Jahr 2025 und zeigt Interviews ebenso wie Konzertaufnahmen.

17. September:
"Resident Evil":
Sowohl als Computer-/Videospiel (seit 1996) als auch im Kino (ab 2002) hat die ursprünglich japanische Horrorreihe "Resident Evil" bereits große Erfolge gefeiert – wenn auch die von Paul W.S. Anderson verantwortete Filmreihe angesichts zumeist nur rudimentärer Ähnlichkeiten zur Vorlage bei den meisten Spielefans alles andere als wohl gelitten war. Nachdem 2021 der Reboot-Versuch "Resident Evil: Welcome to Raccoon City" trotz größerer Nähe zum Original floppte, versucht man es nun wieder mit einem etwas anderen Ansatz: "Resident Evil" erzählt eine komplett eigenständige Geschichte, die parallel zu der des Spiels "Resident Evil 2" verläuft (nur in unsere Gegenwart versetzt). Hoffnung macht Fans vor allem, daß der für seine Indie-Horrorfilme "Barbarian" und "Weapons" gefeierte US-Filmemacher Zach Cregger Regie und (gemeinsam mit Shay Hatten, Autor des "John Wick"-Spin-Offs "Ballerina") Drehbuch übernahm, der selbst bekennender Fan der Spielereihe ist. Die Hauptrolle spielt Austin Abrams ("Scary Stories to Tell in the Dark") als medizinischer Kurierfahrer Bryan, der eine Lieferung an das Krankenhaus von Raccoon City erledigen soll. Klingt einfach … würde Bryan nicht mitten in den Ausbruch einer vom T-Virus verursachten Zombie-Epidemie geraten!

"Coyote vs. ACME":
Unter Cineasten zählt der aktuelle Warner Bros.-Chef David Zaslav zu den verhasstesten Persönlichkeiten überhaupt, seit er auf die Idee kam, aus Steuerzwecken bereits fertige Filme zu vernichten. Während der von Adil El Arbi und Bilall Fallah inszenierte "Batgirl" mit Leslie Grace und Michael Keaton (als Batman) wohl tatsächlich für immer verloren ist, konnte Dave Greens "Coyote vs. ACME" angesichts großer Widerstände letztlich durch einen Verkauf an die unabhängige Produktions- und Vertriebsfirma Ketchup Entertainment gerettet werden. Zum Glück! Denn die Kritiker sind begeistert vom neuesten "Looney Tunes"-Abenteuer, einem Realfilm-/Trickfilm-Mix, in dem Wile E. Coyote unerwartete Konsequenzen aus seinem permanenten Mißerfolg beim Versuch, den Road Runner zu fangen, zieht: Er verklagt gemeinsam mit dem Anwalt Kevin (Will Forte, "Nebraska") die von Buddy Crane (John Cena) geleitete ACME Corporation, die er für sein Scheitern verantwortlich macht! Bleibt zu hoffen, daß genügend Menschen den Film sehen, damit sich für Ketchup Entertainment das finanzielle Risiko gelohnt hat, "Coyote vs. ACME" vor der Mülltonne zu retten.

"Pressure":
Das positiv rezensierte britisch-französische Kriegsfilm-Kammerspiel des australischen "Hotel Mumbai"-Regisseurs Anthony Maras konzentriert sich auf die drei Tage vor dem D-Day in der Normandie und begleitet – basierend auf einem Theaterstück von David Haig – die wichtigsten handelnden Personen bei den Vorbereitungen. Dazu gehört naheliegenderweise der alliierte Oberbefehlshaber Dwight D. Eisenhower (Brendan Fraser, "The Whale"), aber auch der oberste britische Metereologe James Stagg (Andrew Scott, "Knives Out 3"), von dessen präziser Wettervorhersage viel abhängt … Mit Kerry Condon ("The Banshees of Inisherin"), "Homeland"-Star Damian Lewis und Chris Messina.

"Runner":
Scott Waughs ("Act of Valor") Actionkomödie erzählt vom Ex-Elitesoldaten Hank (Alan "Reacher" Ritchson), der inzwischen als Kurier für spezielle Lieferungen arbeitet. Sein aktueller Auftrag ist es, in Australien gemeinsam mit dem medizinischen Kurier Ben (Owen Wilson, "Die Tiefseetaucher") eine Leber zu einer 7-Jährigen zu bringen, deren Leben von einer schnellen Transplantation abhängt. Dummerweise hat es aber auch ein mächtiger Gangsterboß auf das kostbare Organ abgesehen und hetzt diverse Söldner auf Hank und Ben.

"Kalter Hund":
Als Marianne (Corinna Harfouch) am Morgen von dessen 100. Geburtstag ihren Gatten Herrmann tot im Bett vorfindet – offensichtlich bereitete er selbst mit einer Überdosis Pillen seinem langen Leben ein Ende –, hat sie ein Problem. Denn zum runden Geburtstag ist eine große Feier mit Verwandten und Lokalpresse geplant. Da deren Absage und ihr Grund doch ziemlich peinlich wären, beschließt Marianne in der schwarzhumorigen Tragikomödie von Pauline Roenneberg, die Sache einfach durchzuziehen und den Gästen Herrmanns Tod zu verheimlichen ...

24. September:
"Eiserne Wildnis – Heart of the Beast":
Nach dem Kriegsfilm "Herz aus Stahl" arbeitet US-Regisseur David Ayer erneut mit Hauptdarsteller Brad Pitt zusammen, diesmal dürfte es aber deutlich weniger Leinwandtote geben. Denn in dem Survivalthriller spielt Pitt den früheren Elitesoldaten James Belmont, der gemeinsam mit dem ebenfalls im Ruhestand befindlichen Militärhund Odin einen Flugzeugabsturz in der Wildnis von Alaska übersteht. Um bis zu einer möglichen Rettung zu überleben, müssen Mensch und Hund zusammenarbeiten, um den Widrigkeiten der unbarmherzigen Natur zu widerstehen.

"Bibi Blocksberg – Die total verhexte Zeitreise":
Obwohl der letztjährige Reboot der beliebten Kinderfilm-Reihe nach den Büchern von Elfie Donnelly mit gerade einmal knapp 380.000 Kinogängern weit hinter den Zahlen der früheren Filme (inklusive der "Bibi & Tina"-Reihe) zurückblieb – von denen bis auf den letzten Teil alle locker die Millionenmarke knackten –, kommt eine schnelle Fortsetzung auf die Leinwände. Erneut unter der Regie von Gregor Schnitzler müssen Bibi (Nala) und ihre Freunde Marita (Fia-Marie Lin) und Florian (Aitonas Avgoustakis) ihre Schulpraktika erledigen, wobei Bibi ungewollt eine vermeintlich langweilige Stelle als Museumsaufseherin erhält. Als aus diesem Museum ein wertvolles Ausstellungsstück verschwindet, macht sich das Trio auf die Suche nach den Dieben – und landet irgendwie in der Vergangenheit!

"Emil und die Detektive":
Wie intelligent es ist, gleich zwei deutsche Kinderfilme nach berühmten literarischen Vorlagen am gleichen Tag in den Kinos starten zu lassen, ist eine berechtigte Frage (trotz Herbstferien). Dennoch geschieht es, sofern nicht einer der beiden kurzfristig noch verlegt wird. Die oft verfilmte Erich Kästner-Vorlage adaptiert diesmal David Dietl ("Ein Münchner im Himmel") und die Titelrolle des die Sommerferien bei seiner Oma (Ursula Werner, "Wolke Neun") in Berlin verbringenden Emil übernimmt Nicholas Jonah Peter. Da ihm auf der Reise sein Geldbeutel gestohlen wird, macht er sich sofort auf die Jagd nach dem Dieb (Merlin Sandmeyer, TV-Serie "Die Discounter") und erhält in Berlin Unterstützung durch eine Gruppe junger Detektive …

"Avengers: Endgame Extended" (3D):
Knapp drei Monate vor dem Start von "Avengers: Doomsday" (16. Dezember) bringt Marvel noch einmal das große Finale der "Infinity Saga", den immer noch zweiterfolgreichsten Film aller Zeiten in die Kinos. Und um die Chancen zu erhöhen, vielleicht sogar "Avatar" von Platz 1 der Liste zu verdrängen (dafür fehlen allerdings knapp $125 Mio.), dürfen sich Fans über eine um ein paar Minuten erweiterte Fassung freuen, die einen direkten Übergang zu "Doomsday" bilden soll.

"Spa Weekend":
Mäßig rezensierte US-Komödie vom genreerfahrenen Duo Jon Lucas und Scott Moore ("Bad Moms") über drei Freundinnen mittleren Alters ("Scary Move"-Star Anna Faris, Leslie Mann aus "Immer Ärger mit 40" und Michelle Buteau), die bei einem luxuriösen Spa-Wochenende Abwechslung vom monotonen Alltag suchen. Erwartungsgemäß verläuft das Wochenende ziemlich turbulent, woran die unerwartet hinzustoßende chaotische Mel (Isla Fisher, "Die Unfaßbaren") ihren Anteil hat.

"Primetime":
Robert Pattinson ("Die Odyssee") gilt als OSCAR-Kandidat für seine Rolle als kontroverser Journalist Chris Hansen in diesem auf einer wahren Geschichte basierenden Thriller von Spielfilm-Regiedebütant Lance Oppenheim. Hansen moderierte in den 2000er Jahren im US-TV das Reality-Format "To Catch a Predator", in dem Pädophile durch Lockvögel in eine Falle gelockt wurden. Was als im Prinzip idealistische Idee beginnt, droht jedoch mit zunehmendem Erfolg und entsprechendem Quotendruck schon bald aus dem Ruder zu laufen ...

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