Montag, 25. März 2024

TV-Tips für die Woche 13/2024

Montag, 25. März:

One, 20.15 Uhr: "Das Fest" (1998)

In Thomas Vinterbergs ("Der Rausch") vielfach ausgezeichnetem dänisch-schwedischen Familiendrama - dem ersten Film, der nach den strengen "Dogma 95"-Regeln gedreht wurde, die u.a. kein künstliches Licht erlaubten - dreht sich alles um das titelgebende große Fest zum 60. Geburtstag des reichen Familien-Patriarchen Helge (Henning Moritzen). Dieses nimmt eine unerwartete, dramatische Wendung, als Sohn Christian (Ulrich Thomsen) in seiner Festrede detailliert beschreibt, wie er und seine kürzlich durch Suizid verstorbene Schwester als Kinder von ihrem Vater sexuell mißbraucht wurden ...

Dienstag, 26. März:

Der unglaubliche Hulk (Edward Nortons einziger Auftritt als grüner Wüterich ist solide geraten, erreicht aber nicht ganz das - erfreulich hohe - durchschnittliche Niveau des Marvel Cinematic Universe; 20.15 Uhr um drei Minuten gekürzt bei Nitro, ungeschnittene Wiederholung am Mittwoch um 22.50 Uhr)

The Man with the Iron Fists (mittelmäßige Eastern-Hommage von und mit RZA, Russell Crowe, Lucy Liu und Dave Bautista; 22.15 Uhr bei Nitro)

Machete Kills (die leider ziemlich miese Fortsetzung der durchgeknallten B-Movie-Parodie mit Danny Trejo und Jessica Alba; 23.55 Uhr bei Nitro)

Mittwoch, 27. März:

Arte, 14.15 Uhr: "Die kleinen Pariserinnen" (1977)

In dem für einen César nominierten französischen Jugendfilm von Diane Kurys ("Bonjour Sagan") erzählt die Regiedebütantin semi-autobiographisch von einer Kindheit im Frankreich des Jahres 1963. Ihr Alter Ego ist die 13-jährige Anne (Eléonore Klarwein), die mit ihrer geschiedenen Mutter und ihrer älteren Schwester in Paris aufwächst und in einer Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs eine reine Mädchenschule besucht.

Außerdem:

Hulk (Ang Lees Versuch, Superhelden-Abenteuer mit Arthouse-Drama zu kombinieren, kam bei den Kritikern deutlich besser an als bei den Comicfans; 20.15 Uhr um eine Minute gekürzt bei Nitro)

Kick-Ass (hervorragende, ebenso brutale wie witzige Adaption des parodistischen Superhelden-Comics von Mark Millar; 0.50 Uhr bei Nitro)

Donnerstag, 28. März:

Jumanji: Willkommen im Dschungel (wenig originelle, aber actionreiche und toll besetzte Fortsetzung des Robin Williams-Hits von 1995, mit Dwayne Johnson, Karen Gillan, Kevin Hart und Jack Black; 20.15 Uhr bei VOX)

Es (Andy Muschiettis Stephen King-Adaption, die dank eines glänzenden Teenie-Ensembles rund um Sophia Lillis und des gruseligen Clown-Bösewichts Pennywise zum erfolgreichsten Horrorfilm aller Zeiten avancierte; 20.15 Uhr um knapp drei Minuten geschnitten bei Kabel Eins)

Es - Kapitel 2 (leider deutlich schwächerer Abschluß der zweiteiligen Stephen King-Adaption, trotz hochkarätiger Neuzugänge wie Jessica Chastain, James McAvoy und Bill Hader; 23.00 Uhr bei Kabel Eins)

Karfreitag, 29. März:

Pro 7, 22.30 Uhr: "Bullet Train" (2022)

Free-TV-Premiere der gelungenen Actionkomödie von "John Wick"-Regisseur David Leitch, in der Brad Pitt den Auftragskiller "Ladybug" spielt. Dieser soll nach einer Auszeit während einer Fahrt des legendären japanischen Hochgeschwindigkeitszugs Shinkansen einen vermeintlich einfachen Job erledigen. Dummerweise stellt sich heraus, daß es im Zug vor Killern geradezu wimmelt, deren Aufträge mit seinem in Verbindung zu stehen scheinen ...

ZDF, 23.55 Uhr: "Alles ist gut gegangen" (2021)

Free-TV-Premiere des hochgelobten französischen Familiendramas von François Ozon ("8 Frauen") über den 85-jährigen André (André Dussolier, "Diplomatie"), der nach einem Schlaganfall mit einer besonderen Bitte an seine erfolgreiche Schriftsteller-Tochter Emmanuèle (Sophie Marceau) herantritt: Sie soll ihn in die Schweiz bringen, wo er legal seinem Leben ein Ende setzen kann. In weiteren Rollen agieren Charlotte Rampling und Hanna Schygulla.

ZDF, 1.40 Uhr: "Nomadland" (2020)

Free-TV-Premiere des mit drei OSCARs - darunter dem wichtigsten für den besten Film des Jahres - ausgezeichneten humanistischen Aussteigerdramas von Chloé Zhao ("Eternals"). Frances McDormand glänzt in der Hauptrolle der 60-jährigen Witwe Fern, die nach dem Tod ihres Mannes und den Folgen der Wirtschaftskrise ihr Haus verkauft und als Arbeitsnomadin in ihrem Transporter durch Amerika zieht - wie so viele andere Menschen auch in den heutigen USA. Zwar könnte Fern durchaus einen festen Job annehmen, doch zieht sie die Freiheit des Lebens auf der Straße vor. Abgesehen von McDormand und David Strathairn ist "Nomadland" größtenteils mit Laiendarstellern besetzt, gerade die Arbeitsnomaden spielen überwiegend sich selbst.

Außerdem:

Free Guy (sehr unterhaltsame Actionkomödie mit Ryan Reynolds als freundlichem Bankkassierer, der feststellen muß, daß er Teil eines Videospiels ist; 20.15 Uhr bei Pro 7)

Ziemlich beste Freunde (französischer Tragikomödien-Hit über die ungewöhnliche Freundschaft zwischen einem gelähmten Millionär und seinem vorlauten, afrikanischstämmigen Pfleger; 21.45 Uhr in der ARD)

Green Book - Eine besondere Freundschaft (die dreifach OSCAR-prämierte Tragikomödie mit Viggo Mortensen und Mahershala Ali über die Reise eines schwarzen Pianisten und seines weißen Fahrers in den US-Südstaaten der 1960er Jahre belegt in den IMDb Top 250 aktuell Platz 134; 21.50 Uhr bei One)

Blade Runner 2049 (Denis Villeneuves späte, aber sehr gute und mit zwei OSCARs prämierte Fortsetzung zu Ridley Scotts Cyberpunk-Klassiker "Blade Runner", diesmal mit Ryan Gosling in der Hauptrolle; 22.20 Uhr bei RTL II)

Inglourious Basterds (Quentin Tarantinos fulminantes Zweiter Weltkriegs-Racheepos mit Brad Pitt und Christoph Waltz belegt derzeit Rang 70 in den IMDb Top 250; 22.30 Uhr bei VOX)

Ewige Jugend (Paolo Sorrentinos brillant gefilmte Geschichte über das Älterwerden mit Michael Caine, Harvey Keitel und Rachel Weisz; 2.35 Uhr im SWR)

Samstag, 30. März:

SAT. 1, 20.15 Uhr: "Die Gangster Gang" (2022)

Free-TV-Premiere des sehr positiv besprochenen familienfreundlichen DreamWorks-Animationsfilms von Langfilm-Regiedebütant Pierre Perifel (war zuvor u.a. an der "Kung Fu Panda"-Reihe beteiligt) über fünf kriminelle anthropomorphe Tiere, denen das Gefängnis droht, wenn sie sich nicht schnellstens zu Vorzeige-Bürgern wandeln. In der Originalfassung der Gaunerkomödie spricht Sam Rockwell den Bandenanführer Mr. Wolf, in der deutschen Synchronfassung leiht ihm Sebastian "Eberhofer" Bezzel seine Stimme.

Außerdem:

Findet Dorie (sympathische, aber doch deutlich schwächere "Findet Nemo"-Fortsetzung; 20.15 Uhr im Disney Channel)

The Last King - Der Erbe des Königs (schön anzuschauendes, inhaltlich jedoch etwas dünnes norwegisches Historien-Abenteuer; 22.05 Uhr bei Tele 5)

Ostersonntag, 31. März:

SAT. 1, 20.15 Uhr: "Marry Me - Verheiratet auf den ersten Blick" (2022)

Free-TV-Premiere der recht wohlwollend rezensierten romantischen Komödie der TV-Sitcom-Regisseurin Kat Coiro ("It's Always Sunny in Philadelphia", "The Mick"). Jennifer Lopez spielt den Pop-Superstar Kat, der kurz vor der Hochzeit mit dem fast so berühmten Newcomer Bastian (der kolumbianische Sänger Maluma) steht. Doch als Kat erfährt, daß Bastian sie betrogen hat, entscheidet sie sich während eines Konzerts kurzerhand dazu, den mit einem "Marry Me"-Schild im Publikum stehenden Mathelehrer Charlie (Owen Wilson) zu heiraten!

Pro 7, 20.15 Uhr: "Godzilla vs. Kong" (2021)

Free-TV-Premiere des visuell beeindruckenden, inhaltlich aber leider erneut eher enttäuschenden Kaiju-Duells aus Legendarys MonsterVerse. In den menschlichen Hauptrollen agieren Rebecca Hall, Alexander Skarsgård und Millie Bobby Brown.

Pro 7, 22.30 Uhr: "Monster Hunter" (2020)

Free-TV-Premiere von Paul W.S. Andersons ("Resident Evil"-Reihe) Adaption der gleichnamigen populären japanischen Video- und Computerspielreihe, deren Inhalt durch den Titel treffend zusammengefaßt wird. Andersons Verfilmung erhielt mittelmäßige Kritiken und floppte wohl vor allem pandemiebedingt, liefert Genrefans aber zumindest launige Monster-Kämpfe mit einer soliden Besetzung um die genreerfahrenen Milla Jovovich, Tony Jaa ("Ong-bak") und Ron Perlman.

Außerdem:

Hidden Figures - Unerkannte Heldinnen (dreifach OSCAR-nominiertes Feelgood-Movie über drei afroamerikanische Frauen, die in den 1960er Jahren das US-Raumfahrtprogramm trotz etlicher Hindernisse entscheidend prägten; 20.15 Uhr bei Sixx)

Hangover (die kultige Chaos-Komödie, die Bradley Cooper zum Weltstar machte; 20.15 Uhr bei RTL II)

Johnny English (phasenweise witzige, aber insgesamt zu überdrehte und ideenarme James Bond-Parodie mit Rowan Atkinson, John Malkovich und Natalie Imbruglia; 0.10 Uhr bei RTL II)

Ostermontag, 1. April:

Thor: Tag der Entscheidung (im dritten und eindeutig besten Solofilm des nordischen Donnergottes bekommt dieser es mit zwei von Cate Blanchett und Jeff Goldblum verkörperten Antagonisten zu tun, erhält dabei aber Unterstützung durch seinen Halbbruder Loki und Hulk; 20.15 Uhr bei Pro 7)

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen