▼

Montag, 7. September 2026

TV-Tips für die Woche 37/2026

Diesmal eine ungewöhnlich ergiebige Woche:

Montag, 7. September:

Arte, 20.15 Uhr: "Darling" (1965)

John Schlesingers ("Asphalt-Cowboy") mit drei OSCARs ausgezeichnetes Liebesdrama erzählt von der schönen, aber von ihrem Leben gelangweilten Diana (Julie Christie, "Wenn die Gondeln Trauer tragen"), die in den "Swinging Sixties" in London zum gefragten Model wird und für den verheirateten Reporter Robert (Dirk Bogarde, "Der Tod in Venedig") ihren eigenen Gatten verläßt. Beide werden schnell zu einem echten "It"-Paar, doch beiderseitiger Eifersucht und ihr beruflicher Ehrgeiz verkomplizieren die Beziehung ...

Arte, 22.15 Uhr: "Stiefel, die den Tod bedeuten" (1971)

Mia Farrow ("Rosemaries Baby") spielt in Richard Fleischers ("Conan der Zerstörer") recht wohlwollend rezensiertem britischen Psychothriller die kürzlich bei einem Reitunfall erblindete Sarah, die in das Landhaus ihres wohlhabenden Onkels zieht. Während sie eines Tages mit ihrem Ex-Freund unterwegs ist, dringt ein Killer in das Anwesen ein und tötet jeden - was die blinde Sarah nach ihrer Rückkehr zunächst nicht erkennen kann. Und der Mörder hat es auch auf sie abgesehen ... Direkt im Anschluß um 23.45 Uhr zeigt Arte das einstündige französische Portrait "Mia Farrow - Zwischen Fiktion und Realität" aus dem Jahr 2024.

ZDF, 23.15 Uhr: "Night Call" (2024)

Free-TV-Premiere des sehenswerten belgisch-französischen Actionthrillers von Langfilm-Regiedebütant Michiel Blanchart (der demnächst mit "Final Destination 7" auch seinen Hollywood-Einstand geben wird). Newcomer Jonathan Feltre spielt den jungen Schlosser Mady, der eines Nachts von der attraktiven Claire (Natacha Krief, "Rabia - Der verlorene Traum") gerufen wird, weil sie ihren Wohnungsschlüssel verloren habe. Mady hilft ihr, ohne zu ahnen, daß sie gar nicht dort wohnt und nach seiner Verabschiedung eine Tasche voller Bargeld aus der Wohnung stiehlt. Deren Besitzer, der Gangster Yannick (Romain Duris, "Die drei Musketiere"), findet schnell heraus, daß Mady (unfreiwillig) in den Diebstahl involviert war und zwingt ihn, ihm sein Eigentum bis zum nächsten Morgen zurückzubringen ... Die Prämisse mag nicht die originellste sein, aber der nur knapp eineinhalbstündige "Night Call" ist ein wirklich gut gemachter, rasanter und stets unterhaltsamer No-Nonsense-Actionthriller.

Außerdem:

Star Trek (J.J. Abrams' gelungenes Reboot über die Abenteuer der jungen "Enterprise"-Crew; 20.15 Uhr bei Kabel Eins)

Star Trek Into Darkness (der zweite, etwas schwächere Film mit der jungen "Enterprise"-Crew - und Leonard Nimoys letzter Gastauftritt als alter Mr. Spock; 22.50 Uhr bei Kabel Eins)

Dienstag, 8. September:

Nitro, 20.15 Uhr (vermutlich stark geschnitten) und 22.25 Uhr: "Lethal Weapon" (1987) und "Lethal Weapon 2" (1989)

Obwohl Regisseur Richard Donner 2021 verstarb, ist der lange geplante fünfte Film der populären Buddy-Cop-Filmreihe "Lethal Weapon" keineswegs vom Tisch - Hauptdarsteller Mel Gibson soll mit Donners Segen selbst die Regie übernehmen. Ob das wirklich klappt und wie lange es bis dahin noch dauern könnte, steht in den Sternen - aber bis dahin gibt es ja immerhin die ersten vier Teile, die nicht zuletzt wegen der Dialoge von Drehbuch-Autor Shane Black auch (bis zu) 40 Jahre später noch Spaß machen. Das gilt gerade für den ersten, mit Abstand ernsthaftesten Teil, in dem der seit dem Tod seiner Frau selbstzerstörerische junge Polizist Martin Riggs (Gibson) dem erfahrenen Roger "Ich bin zu alt für den Scheiß" Murtaugh (Danny Glover) als Partner zugewiesen wird und sie sich zusammenraufen müssen, als sie es mit einer Gruppierung drogendealender Ex-Söldner zu tun bekommen ... In der ersten Fortsetzung dominieren bereits stärker die Comedy-Elemente, was auch mit Neuzugang Joe Pesci in der Rolle des geschwätzigen Zeugen Leo Getz zusammenhängt, den Riggs und Murtaugh bis zum Prozeßbeginn beschützen müssen. Teil 3 und 4 zeigt Nitro tags darauf.

Mittwoch, 9. September:

Arte, 20.15 Uhr: "Alles ist gutgegangen" (2021)

Sophie Marceau ("Braveheart") spielt in François Ozons ("8 Frauen") mit viel Kritikerlob bedachtem Drama Emmanuéle, die ihrem 85-jährigen Vater (André Dussollier, "Kein Sterbenswort") nach einem Schlaganfall Sterbehilfe organisieren soll. Das ist nicht nur ein Schock für Emmanuéle, sondern in Frankreich auch noch verboten. Mit Charlotte Rampling und Hanna Schygulla. Direkt im Anschluß um 22.05 Uhr zeigt Arte das knapp einstündige französische Portrait "Sophie Marceau - Der bezaubernd authentische Filmstar" aus dem Jahr 2024.

Arte, 22.55 Uhr: "Der Fall Nevenka" (2024)

Free-TV-Premiere des für vier spanische Goyas nominierten Biopics von Icíar Bollaín ("Öffne meine Augen"). Im Mittelpunkt der wahren Geschichte steht die junge Finanzberaterin Nevenka Fernández (Mireia Oriol), die in den 1990er Jahren nach dem Studium eine Stelle in der Verwaltung des nordspanischen Ponferrada ergattert. Der dortige Bürgermeister fördert sie zunächst, wird dann aber immer zudringlicher, bis Nevenka ihn wegen sexuellen Mißbrauchs verklagt - und damit einen David-gegen-Goliath-Kampf startet ...

Außerdem:

Star Trek Beyond (im sehr amüsanten, actionreichen dritten "Enterprise"-Film seit dem Reboot wird die Crew nach einem Crash auf einem unwirtlichen Planeten in kleine Gruppen versprengt; 20.15 Uhr bei Kabel Eins)

Donnerstag, 10. September:

One, 20.15 Uhr: "Abserviert - Strand, Spaß und Sonne!" (2018) 

Free-TV-Premiere der prominent besetzten französischen Komödie von Eloïse Lang, die in ihrer Heimat immerhin über 800.000 Zuschauer in die Kinos lockte. Rose ("Call My Agent"-Star Camille Cottin) und Alice (Camille Chamoux) sind zwei denkbar unterschiedliche Schwestern, die sich aber zusammentun, um ihre seit der Scheidung verbitterte Mutter Françoise (Miou-Miou, "Die Ausgebufften") mit einer gemeinsamen Urlaubsreise auf die Insel Réunion aufzuheitern. Dort treffen sie auf den Animateur Thierry (Johan Heldenbergh, "The Broken Circle"), an dem sowohl Rose als auch ihre Mutter Interesse entwickeln ...

ZDF, 2.45 Uhr: "Unaufhaltsam" (2024)

Free-TV-Premiere des positiv rezensierten Sportler-Biopics von Regiedebütant William Goldenberg (war als Editor an vielen Hollywood-Filmen wie "Zero Dark Thirty" oder "Detroit" beteiligt) über den einbeinigen Ringer Anthony Robles (Jharrel Jerome, "Moonlight"), der mit der Hilfe seiner Mutter (Jennifer Lopez) und seines Trainerteams ein erfolgreicher College-Wrestler wurde und sogar eine nationale Meisterschaft gewann.

Außerdem:

Der Hobbit - Eine unerwartete Reise (der erste Teil von Peter Jacksons "Hobbit"-Trilogie ist für mich der beste und charmanteste; 20.15 Uhr bei VOX, das voraussichtlich die 13 Minuten längere Extended Edition zeigt)

Mary Poppins' Rückkehr (die sehr späte Fortsetzung fällt trotz toller Besetzung mit Emily Blunt, Ben Whishaw, Emily Mortimer, Colin Firth und Meryl Streep leider arg mittelmäßig aus; 20.15 Uhr im Disney Channel)

Monsieur Claude und seine Töchter (der französische Über-Blockbuster nimmt komödiantisch den latenten Rassismus in der weißen Mittelschicht aufs Korn; 22.45 Uhr im BR)

Freitag, 11. September:

3sat, 22.25 Uhr: "Hammarskjöld" (2023)

Free-TV-Premiere des für acht Schwedische Filmpreise nominierten biographischen Politthrillers von Per Fly ("Das Erbe"), der sich auf die letzten Wochen des damaligen UN-Generalsekretärs und späteren posthumen Friedensnobelpreisträgers Dag Hammarskjöld (Mikael Persbrandt, "Der Hypnotiseur") konzentriert, bevor er 1961 bei einem (bis heute nicht restlos aufgeklärten und entsprechend von vielen Verschwörungstheorien begleiteten) Flugzeugabsturz starb. Zu dieser Zeit engagierte sich Hammarskjöld vor allem im Umfeld des von vielen interessierten Seiten beeinflussten Sezessionskrieges im Kongo nach der Unabhängigkeit von der bisherigen Kolonialmacht Belgien.

Außerdem:

Venom (mittelmäßiges, aber sehr erfolgreiches Antihelden-Abenteuer aus dem erweiterten "Spider-Man"-Universum mit Tom Hardy und Michelle Williams in den Hauptrollen; 20.15 Uhr bei Pro 7)

Samstag, 12. September:

Lucy (Luc Bessons auf einer wissenschaftlich hanebüchenen Prämisse basierender, jedoch grandios inszenierter SciFi-Actionfilm, in dem Scarlett Johansson als etwas andere Superheldin glänzt; 20.15 Uhr bei VOX)

Sonntag, 13. September: 

Sixx, 20.15 Uhr: "Mean Girls: Der Girls Club" (2024)

Free-TV-Premiere des positiv rezensierten, u.a. von "30 Rock"-Star Tina Fey geschriebenen Reboots des Highschool-Komödien-Klassikers "Girls Club - Vorsicht bissig!" aus dem Jahr 2004. Im Zentrum des Sequels steht die neu an die Schule gekommende Cady (Angourie Rice, "The Nice Guys"), die schnell zwischen die berüchtigte Mädchen-Clique "The Plastics" um ihre Anführerin Regina (Renée Rapp) und die von den Plastics schikanierten Janis (Auli'i Cravalho, "Vaiana") und Damian (Jaquel Spivey) gerät. Der Film basiert auf einem Broadway-Musical, das wiederum auf dem Originalfilm basiert.

ARD, 0.05 Uhr: "Rickerl - Musik is höchstens a Hobby" (2023)

Free-TV-Premiere der mit vier Österreichischen Filmpreisen prämierten Tragikomödie von Adrian Goiginger ("Vier minus drei") über den titelgebenden erfolglosen Straßenmusiker (gespielt vom Liedermacher Voodoo Jürgens), der auch mit Anfang 30 noch von seinem großen Durchbruch träumt und zugleich versucht, die Beziehung zu seinem sechsjährigen Sohn Dominik zu erhalten, den er nur alle zwei Wochen sieht.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen