Montag, 5. Oktober:
Arte, 20.15 Uhr: "Police Python 357" (1976)
Für zwei Césars nominierter französischer Krimi von Alain Corneau ("Wahl der Waffen"), in dem die heimliche Geliebte des Polizeiinspektors Ferrot (Yves Montand) ermordet wird. Ferrot ermittelt in dem Fall, in dem alle Indizien auf den Liebhaber der Frau als Täter hinweisen - also auf ihn selbst ...
ZDF, 22.15 Uhr: "A Quiet Place: Tag Eins" (2024)
Free-TV-Premiere von Michael Sarnoskis ("Pig") Spin-Off respektive Prequel der erfolgreichen "A Quiet Place"-SciFi-Horroreihe von John Krasinski. Während die Alien-Invasion in der Hauptreihe bereits in der Vergangenheit liegt (bis auf kurze Flashbacks), erleben wir nun den Beginn der Katastrophe unmittelbar. Als Identifikationsfigur dient dabei die todkranke New Yorkerin Sam (Lupita Nyong'o), die inmitten des tödlichen Chaos ums Überleben kämpft und sich dabei mit dem Studenten Eric (Joseph Quinn) zusammentut. Die hohe Qualität der beiden Vorgänger erreicht "Tag Eins" zwar nicht, ist aber dennoch ein unterhaltsamer Survival-Horrorfilm.
Arte, 23.10 Uhr: "Volveréis - Ein fast klassischer Liebesfilm" (2024)
Free-TV-Premiere der u.a. für zwei Goyas nominierten spanisch-französischen Tragikomödie von Jonás Trueba ("Eva im August"), in der es um das Paar Ale (Itsaso Arana) und Alex (Vito Sanz) geht. Die Regisseurin und der Schauspieler sind seit 15 Jahren zusammen, wollen sich nun aber trennen - was sie mit einer "Trennungsparty" mit von der Entscheidung überraschten Freunden und Familie "feiern" wollen.
Außerdem:
Jack Reacher (unorigineller, aber spannender Actionthriller mit Tom Cruise als Held und dem deutschen Filmemacher Werner Herzog als Bösewicht; 20.15 Uhr um etwa eine halbe Minute geschnitten bei Pro 7, ungekürzte Nachtwiederholung um 1.10 Uhr)
The Ministry of Ungentlemanly Warfare (Guy Ritchies gut besetztes Zweiter Weltrkriegs-Actionabenteuer ist denkbar unoriginell geraten, dabei aber durchaus unterhaltsam; 23.00 Uhr bei Pro 7)
Dienstag, 6. Oktober:
Tele 5, 22.05 Uhr: "Trance - Gefährliche Erinnerung" (2013)
In Danny Boyles ("Trainspotting") positiv rezensiertem Thriller-Verwirrspiel verkörpert James McAvoy den Kunstauktionator Simon, der sich mit einer Gruppe von Dieben zusammentut, um ein wertvolles Goya-Gemälde zu stehlen. Allerdings will Simon seine Komplizen übers Ohr hauen, was deren Anführer (Vincent Cassel) nicht sehr nett findet und mit einem Gewaltausbruch beantwortet, der bei Simon zu einer Amnesie führt. Behauptet dieser zumindest. Die Psychotherapeutin Elizabeth (Rosario Dawson) soll mittels Hypnose herausfinden, wo Simon das Gemälde versteckt hat ...
Mittwoch, 7. Oktober:
Der Hobbit - Smaugs Einöde (in Teil 2 von Peter Jacksons "Hobbit"-Trilogie bekommen es Bilbo und die Zwerge zuerst mit den ihnen nicht wohlgesonnenen Elben von Düsterwald zu tun, dann steht die Konfrontation mit Drache Smaug an; 20.15 Uhr bei Nitro)
Ocean's 8 (recht oberflächliches, aber kurzweiliges und mit u.a. Sandra Bullock, Cate Blanchett und Anne Hathaway glänzend besetztes "Ocean's Eleven"-Spin-Off mit weiblichem Schwerpunkt; 20.15 Uhr bei Kabel Eins)
Zero Dark Thirty (Kathryn Bigelows grandioser, OSCAR-prämierter Actionthriller über die Jagd auf Osama bin Laden - mit einer herausragenden Hauptdarstellerin Jessica Chastain; 22.05 Uhr bei Arte)
Donnerstag, 8. Oktober:
RBB, 20.15 Uhr: "Hannah Arendt" (2012)
Margarethe von Trottas ("Rosa Luxemburg") gelungenes, u.a. für sechs Deutsche Filmpreise (zwei Siege) und einen Europäischen Filmpreis nominiertes Biopic über die von Barbara Sukowa hervorragend verkörperte jüdische politische Theoretikerin und Publizistin Hannah Arendt, die vor allem für ihre Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus berühmt wurde (und damals v.a. in Israel mit ihrer These der "Banalität des Bösen" durchaus umstritten war). Mit Axel Milberg, Janet McTeer, Ulrich Noethen, Julia Jentsch und Michael Degen.
Außerdem:
Air - Der große Wurf (sehr unterhaltsamer Sport- und Wirtschaftsfilm von und mit Ben Affleck und Matt Damon über die Verpflichtung des jungen Michael Jordan als Testimonial durch den damals kriselnden Sportartikelhersteller Nike; 1.15 Uhr im ZDF)
Freitag, 9. Oktober:
3sat, 22.25 Uhr: "L.A. Confidential" (1998)
Curtis Hanson ist mit dieser raffiniert-eleganten Elmore Leonard-Adaption der wohl beste Film noir nach dem Ende der eigentlichen Ära des Film noir in den 1950er Jahren gelungen. Drei vollkommen unterschiedliche, von Russell Crowe, Kevin Spacey und Guy Pearce herausragend gut verkörperte Cops untersuchen im Los Angeles der 1950er Jahre ein brutales Massaker in einem Nachtclub und geraten in ein dichtes Netz aus Lügen und Korruption. Die Handlung ist wunderbar komplex, die Charaktere sind bis in Nebenrollen hinein glaubwürdig und vielschichtig gezeichnet und zudem perfekt besetzt. Kim Basinger erhielt als Femme fatale ihren ersten OSCAR, aber auch James Cromwell und Danny DeVito glänzen in ihren Rollen. Aktuell Platz 130 in den IMDb Top 250 der besten Filme aller Zeiten.
Außerdem:
Tenet (Christopher Nolans visuell gewohnt prachtvoller, aber arg konfuser bis unlogischer Zeitreisen-SciFi-Actionthriller mit John David Washington und Robert Pattinson; 20.15 Uhr bei Pro 7)
Die Unfaßbaren (inhaltlich eher maues, aber sehr unterhaltsames Showmagier-Abenteuer mit hochkarätiger Besetzung; 20.15 Uhr bei RTL II)
John Wick: Kapitel 3 (grandioser dritter Teil der Actionreihe mit Keanu Reeves, der in jeder Hinsicht eine Schippe drauflegt und das "John Wick"-Universum sinnvoll erweitert; 22.30 Uhr um über acht Minuten gekürzt bei RTL II, ungeschnittene Wiederholung in der Nacht auf Montag um 0.35 Uhr)
Samstag, 10. Oktober:
Disney Channel, 20.15 Uhr: "Strange World" (2022)
Free-TV-Premiere des recht wohlwollend rezensierten Disney-Animationsfilms von Don Hall ("Baymax"), in dem es um die legendäre Forscherfamilie Clade geht. Deren schwarzes Schaf ist Searcher (in der Originalfassung gesprochen von Jake Gyllenhaal), der lieber als Landwirt arbeitet und wenig Interesse an der Wissenschaft zeigt. Eines Tages müssen sich Searcher und seine Familie allerdings zusammenraufen und ihre Talente vereinen, um die Welt zu retten - und vielleicht auch Searchers verschollenen Vater zu finden ...
Sonntag, 11. Oktober:
ZDF, 1.05 Uhr: "Spiders - Ihr Biß ist der Tod" (2023)
Free-TV-Premiere des hochgelobten französischen gesellschaftskritischen Horrorfilms von Sébastien Vanicek ("Evil Dead Burn"), der gewissermaßen "The Raid" mit "[REC]" und Spinnen kombiniert. Der damalige Kino-Regiedebütant Vanicek begeistert (nicht arachnophobe) Genrefans mit der Geschichte des einsamen Endzwanzigers Kaleb (Théo Christine), dessen Privatleben in Trümmern liegt. Kaleb hat eine Leidenschaft für exotische Tiere, doch eine frisch auf dem Schwarzmarkt erworbene Giftspinne (die er Rihanna nennt!) entwischt ihm, vermehrt sich rasant und sorgt dafür, daß die Bewohner des rasch unter Quarantäne gestellten Hochhauses in den ärmlichen Pariser Banlieues schon bald ums nackte Überleben kämpfen müssen.
Außerdem:
Der Sternwanderer (zauberhafte Neil Gaiman-Adaption mit Claire Danes als gefallenem Stern, Robert De Niro als wunderlichem Luftpirat und Michelle Pfeiffer als böser Hexe; 20.15 Uhr bei Arte)
Robin Hood (Sir Ridley Scotts Versuch einer Art "Robin Hood Begins"-Version ist trotz Russell Crowe und Cate Blanchett in den Hauptrollen nur mittelmäßig gelungen; 20.15 Uhr bei Kabel Eins)
Shutter Island (Leonardo DiCaprio und Mark Ruffalo ermitteln in Martin Scorseses stimmungsvoller Schauermär in den 1950er Jahren in einer auf einer kleinen Insel gelegenen Irrenanstalt; 22.15 Uhr bei Arte)
Green Book - Eine besondere Freundschaft (dreifach OSCAR-gekrönte Tragikomödie mit Viggo Mortensen und Mahershala Ali über die Reise eines schwarzen Pianisten und seines weißen Fahrers in den US-Südstaaten der 1960er Jahre, derzeit auf Rang 131 in den IMDb Top 250; 23.50 Uhr in der ARD)
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