Montag, 13. Juli 2026

TV-Tips für die Woche 29/2026

Montag, 13. Juli:

Arte, 20.15 Uhr: "Tausend Milliarden Dollar" (1982)

In Henri Verneuils ("Lautlos wie die Nacht") von der Kritik gelobtem französischen Politthriller kommt der Pariser Reporter Paul (Patrick Dewaere, "Die Ausgebufften") nach dem vermeintlichen Selbstmord eines Politikers einer großangelegten internationalen Verschwörung auf die Spur.

One, 20.15 Uhr: "Control" (2007)

Anton Corbijns ("The American") u.a. in Cannes prämiertes künstlerisches, in Schwarzweiß gedrehtes Musiker-Biopic über den charismatischen "Joy Division"-Sänger Ian Curtis (Sam Riley), der mit nur 23 Jahren Selbstmord beging. Mit Samantha Morton und Alexandra Maria Lara (mit der der Brite Riley seit 2009 verheiratet ist).

ZDF, 22.15 Uhr: "Heads of State" (2025)

Free-TV-Premiere der wohlwollend rezensierten, direkt bei Amazon Prime veröffentlichten Actionkomödie von Ilya Naishuller ("Nobody"), in der der US-Präsident (John Cena) und der britische Premierminister (Idris Elba) - die sich nicht leiden können - einen Anschlag auf Air Force One überleben und daraufhin zusammenarbeiten müssen, um zuerst mal zu überleben und dann die Hintermänner des Attentats aufzuspüren. Unterstützt werden sie dabei von der MI6-Agentin Bisset (Priyanka Chopra Jonas).

Arte, 22.20 Uhr: "Carlito's Way" (1993)

Brian De Palmas vorletzter richtig guter Film (drei Jahre später folgte "Mission: Impossible") ist ein für zwei Golden Globes nominierter klassischer Gangsterfilm, in dem Al Pacino als puertoricanischer Mafioso überzeugt, der nach der vorzeitigen Entlassung aus einer langjährigen Haftstrafe (dank der Winkelzüge seines raffinierten Anwalts, der von Sean Penn verkörpert wird) ein gesetzestreues neues Leben führen will. Doch wie sagte Pacino selbst es schon so schön als Michael Corleone in "Der Pate, Teil III": "Gerade wo ich denke, ich bin draußen, ziehen die mich wieder rein!" ...

Außerdem:

Iron Man (der starke erste Auftritt von Robert Downey Jr. als Unternehmer und Erfinder Tony Stark begründete den gigantischen Erfolg des Marvel Cinematic Universe; 20.15 Uhr bei Kabel Eins)

Unternehmen Petticoat (herrliche Kriegskomödie von Blake Edwards mit Cary Grant, Tony Curtis, einem rosa U-Boot und diversen Krankenschwestern an Bord; 22.45 Uhr im NDR)

Dienstag, 14. Juli:

RBB, 22.15 Uhr: "15 Liebesbeweise" (2025)

Free-TV-Premiere der positiv besprochenen französischen Tragikomödie von Alice Douard (TV-Film "Der Maskenmann"). Als Frankreich im Jahr 2013 die gleichgeschlechtliche Ehe erlaubt, gehören Céline (Ella Rumpf, TV-Serie "Tokyo Vice") und Nadia (Monia Chokri, "Die Natur der Liebe") zu den ersten lebischen Paaren, die sich trauen lassen. Ein Jahr später erwartet Nadia ihr erstes Kind und damit Céline es offiziell adoptieren kann, muß sie u.a. 15 Briefe von Verwandten und Bekannten einsammeln, die ihre Eignung als Mutter bestätigen. Besonders effektiv wäre naturgemäß eine Empfehlung von Célines eigener Mutter (Noémie Lvovsky, "La belle saison - Eine Sommerliebe") - doch die hat kein gutes Verhältnis zu ihrer Tochter ...

Mittwoch, 15. Juli:

Ocean's 8 (recht oberflächliches, aber kurzweiliges und mit u.a. Sandra Bullock, Cate Blanchett und Anne Hathaway glänzend besetztes "Ocean's Eleven"-Spin-Off mit weiblichem Schwerpunkt; 20.15 Uhr bei Pro 7)

Donnerstag, 16. Juli:

BR, 23.15 Uhr: "What a Feeling" (2024)

Free-TV-Premiere der mehrfach ausgezeichneten österreichischen Liebeskomödie von Kat Rohrer ("Back to the Fatherland") über die komplizierte lesbische Beziehung zwischen der frisch geschiedenen Ärztin Resi (Caroline Peters, TV-Serie "Mord mit Aussicht") und der iranischstämmigen Tischlerin Fa (Proschat Madani, "Schwesterherz").

Außerdem:

The Lost City (solide romantische Abenteuerkomödie mit Sandra Bullock, Channing Tatum und Brad Pitt; 20.15 Uhr im ZDF)

Marie Antoinette (Sofia Coppolas bunte Pop-Version des Lebens der nicht gerade vom Glück verfolgten französischen Königin ist zwar oberflächlich, dafür aber ziemlich unterhaltsam; 21.35 Uhr bei ZDF Neo)

Freitag, 17. Juli:

RTL II, 22.20 Uhr: "The Iron Claw" (2023)

Free-TV-Premiere des hochgelobten Sportler-Biopics von Sean Durkin ("Martha Marcy May Marlene"). Im Mittelpunkt steht die texanische Familie Von Erich, die das Profiwrestling in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts stark geprägt hat, dabei aber mit zahlreichen privaten Tragödien zurechtkommen mußte. Ex-Teeniestar Zac Efron ("High School Musical") zeigt eine starke Leistung als Kevin Von Erich, der mit seinen Brüdern dem Vorbild ihres die Familie mit harter Hand regierenden Vaters Fritz folgt und Wrestler wird. Während Kevin durch die Unterstützung seiner Frau Pam (Lily James) geerdet wird, kommen nicht alle seine Brüder mit dem Druck klar - diverse unglückliche Schicksalsschläge helfen auch nicht unbedingt ... Nein, ein Feelgood-Movie ist "The Iron Claw" wirklich nicht und wüßte man es nicht besser, man würde dem Drehbuch-Autor einen Hang zu Übertreibungen in Sachen Unglück der Familie Von Erich unterstellen. In Wahrheit hat der jedoch sogar noch einen der Von Erich-Brüder (Chris, beging Selbstmord) komplett weggelassen, weil die Tragik sonst endgültig überhand genommen hätte. Trotzdem ist "The Iron Claw" nicht nur für Wrestling-Fans ein sehenswerter, stark gespielter Film.

Außerdem:

Aquaman (unterhaltsames, actionreiches DC-Superheldenabenteuer mit Jason Momoa als halbatlantischem Superhelden, der gegen seinen kriegslüsternen Halbbruder um den unterseeischen Thron kämpft; 20.15 Uhr bei Pro 7)

Samstag, 18. Juli:

Disney Channel, 20.15 Uhr: "Findet Nemo" (2003)

Mit 8,8 Millionen Kino-Zuschauern alleine in Deutschland ist Andrew Stantons und Lee Unkrichs OSCAR-prämiertes Unterwasser-Abenteuer bis heute der mit Abstand erfolgreichste Pixar-Animationsfilm hierzulande. Und das nicht zu Unrecht, denn die Geschichte des Clownfisch-Vaters Marlin (in der deutschen Synchronfassung gesprochen von Christian Tramitz), der auf der Suche nach seinem von einem menschlichen Taucher "entführten" Sohn Nemo gemeinsam mit der vergesslichen Dorie (Anke Engelke) die Weltmeere durchquert, ist ein wunderbarer Familienfilm, der in den IMDb Top 250 aktuell Platz 159 belegt.

Sonntag, 19. Juli:

Arte, 20.15 Uhr: "Saturday Night Fever" (1977)

Jener Film, der John Travolta wie auch die Bee Gees zu Weltstars machte und den jahrelang anhaltenden Disco-Trend begründete (zum Leidwesen mancher, zur Freude anderer). Travolta spielt den jungen Italoamerikaner Tony, der in New York aus dem grauen Arbeiterklasse-Alltag ausbricht, indem er am Wochenende zum "König der Tanzfläche" wird. Cineastisch betrachtet ist der hierzulande auch als "Nur Samstag Nacht" bekannte Film wahrlich kein Meilenstein, aber Travoltas ikonische Tanz-Moves und die (wie gesagt: je nach Geschmack) zum Mittanzen animierenden Bee Gees-Klassiker wie "Stayin' Alive", "You Should Be Dancing", "Jive Talkin'" oder "Night Fever" machen bis heute richtig Laune! Direkt im Anschluß um 22.10 Uhr zeigt Arte die knapp zweistündige US-Doku "The Bee Gees: How Can You Mend a Broken Heart" aus dem Jahr 2020.

Außerdem:

Captain Marvel (Brie Larsons nach etwas zähem Auftakt unterhaltsamer erster Auftritt als extrem mächtige Superheldin spielt in den 1990er Jahren und schildert das Kennenlernen von Captain Marvel und Nick Fury; 20.15 Uhr bei Pro 7)

Bad Neighbors 2 (sehr ordentliche Fortsetzung der derben Hitkomödie mit Seth Rogen, Rose Byrne und Zac Efron; 0.25 Uhr bei SAT. 1)

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