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In eigener Sache: Mein neues Filmbuch

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Montag, 15. Dezember 2014

Neues aus Hollywood (50/2014)

Die letzte Woche war wieder mal relativ ruhig, was Neuigkeiten aus dem Filmgeschäft angeht, aber zwei Meldungen habe ich immerhin doch zu bieten:

  • Ein neues Projekt von Jennifer Lawrence ist immer interessant. Schließlich hat es die 24-jährige Amerikanerin innerhalb weniger Jahre geschafft, von der talentierten Nachwuchs-Schauspielerin mit Gastrollen in TV-Serien wie "Monk", "Cold Case" oder "Medium" zum Weltstar mit mit einem OSCAR ("Silver Linings") und zwei Golden Globes ("Silver Linings" und "American Hustle") zu werden. Einem Weltstar, der eines der erfolgreichsten Film-Franchises der letzten Jahre ("Die Tribute von Panem") mühelos trägt, zusätzlich auch in der neuen Generation der "X-Men"-Comicverfilmungen eine Hauptrolle innehat und aktuell ganz nebenbei sogar ihren ersten überraschenden Hit als Sängerin feiert ("The Hanging Tree" aus dem dritten "Tribute von Panem"-Film "Mockingjay 1" belegt derzeit Platz 2 in den offiziellen deutschen Charts und wird wahrscheinlich diese Woche den ersten Rang erobern). Ihre größten Kritikererfolge konnte Jennifer Lawrence unter der Regie von David O. Russell feiern, der "Silver Linings" und "American Hustle" drehte und nun für seinen nächsten Film erneut Lawrence als Hauptdarstellerin angeheuert hat. "Joy" erzählt die wahre Geschichte der Joy Mangano (Lawrence), einer alleinerziehenden Mutter, die eine erstaunliche Unternehmerkarriere startet, als sie 1990 in den USA ein praktisches und schnell sehr beliebtes Haushaltsgerät erfindet: den "Miracle Mop" (einen Dampfreiniger). Das klingt also nach einer klassischen "American Dream"-Story, aber Russell wird schon dafür sorgen, daß sie nicht übermäßig konventionell gerät. Robert De Niro, ein weiterer Lieblingsschauspieler Russells, wird Joys Vater spielen, Édgar Ramírez ("Zero Dark Thirty") ihren (Ex-)Ehemann. Das Drehbuch stammt von der für die Komödie "Brautalarm" OSCAR-nominierten Annie Mumolo, die Dreharbeiten sollen im Frühjahr beginnen. Der US-Kinostart ist bereits für die Weihnachtszeit 2015 und damit rechtzeitig für die OSCAR-Saison 2015/2016 geplant.

  • Deutlich handfester als bei "Joy" wird es garantiert bei dem Remake eines B-Movie-Klassikers aus den 1980er Jahren zugehen: "Kickboxer". Das Original kam 1989 unter dem deutschen Titel "Karate Tiger 3" in die Kinos und damit genau zu einer Zeit, in der ich als Heranwachsender solche Kampffilme extrem cool fand (naja, streng genommen natürlich erst ein paar Jahre später, als ich ihn im Spätabend-Programm im Fernsehen aufnahm, denn 1989 war ich erst 10 und wäre natürlich nicht in eine Kino-Vorstellung des Films reingelassen worden ...). In diesem Original mußte Jean-Claude van Damme ("The Expendables 2") in Asien das Kickboxen (Muay Thai) erlernen, um seinen in einem Kampf getöteten Bruder zu rächen. Yep, das ist so ziemlich die ganze Story, aber eben mit vielen schön choreographierten Kämpfen. Das Remake unter der Regie von John Stockwell ("Turistas", "Into the Blue") scheint sich im Großen und Ganzen an den damaligen Handlungsablauf halten zu wollen, jedenfalls sind die Namen der beiden zentralen Brüder unverändert geblieben. Der in Gabun geborene Stuntman Alain Moussi wird Kurt Sloane verkörpern, den der brutale Tod seines älteren Bruders Eric (Darren Shahlavi, "Ip Man 2") völlig aus der Bahn wirft. Jean-Claude van Damme ist auch wieder mit von der Partie, diesmal allerdings in der Mentorenrolle des Xian Chow, der Kurt das Kickboxen beibringt. Ursprünglich war dafür der thailändische Martial Arts-Star Tony Jaa ("Ong-bak") vorgesehen, zu dem ehrlich gesagt auch der Rollenname etwas besser gepaßt hätte. Nachdem Jaa kurzfristig absagte, sprang dann eben van Damme ein. Als Bösewicht Tong Po wurde Ex-Wrestler Dave Bautista angeheuert, der seit seiner Performance als Drax der Zerstörer in "Guardians of the Galaxy" auf der Erfolgswelle schwimmt und jüngst ebenfalls als Antagonist im nächsten James Bond-Film "SPECTRE" engagiert wurde. Auch in weiteren Rollen sind bekannte Kampfsportler besetzt worden, etwa die Ultimate Fighter Gina Carano ("Haywire") als Promoterin und Georges St-Pierre ("Captain America 2"). Spektakuläre Martial Arts-Action sollte also gesichert sein. Das Drehbuch haben Dimitri Logothetis und Newcomer Jim McGrath geschrieben, die Dreharbeiten in New Orleans, Louisiana und Thailand laufen bereits. Der US-Kinostart ist für Ende 2015 vorgesehen.

Abschließend möchte ich noch den etwas über dreiminütigen animierten Kurzfilm "Last Days" präsentieren, in dem OSCAR-Gewinnerin Kathryn Bigelow ("Tödliches Kommando", "Zero Dark Thirty") auf den Tod noch immer zahlloser Elefanten durch Wilderer und vor allem Terroristen aufmerksam machen möchte, die auf das Elfenbein der Stoßzähne der Tiere aus sind, um mit dessen Verkauf ihre mörderischen Aktionen zu finanzieren:



Quellen:
Variety ("Joy")
ComingSoon.net ("Kickboxer")

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