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Dienstag, 15. April 2014

Neues aus Hollywood (15/2014)

In der vergangenen Woche gab es wieder einmal nur wenig "Neues aus Hollywood", deshalb muß ich sogar zu einer Meldung zurückgreifen, die noch nicht viel mehr als Spekulation ist allerdings eine sehr interessante:

  • Drew Goddard, Regisseur von "The Cabin in the Woods", sollte eigentlich in Kürze einen Science Fiction-Film namens "The Martian" drehen. Nun hat er stattdessen die Leitung der geplanten Comicverfilmung "The Sinister Six" übernommen, die als eine Art Spin-Off der aktuellen "The Amazing Spider-Man"-Filme geplant ist und sich auf eine Gruppe von Super-Schurken konzentrieren soll. Ein neuer Regisseur für "The Martian" ist noch nicht engagiert worden, das Studio (Fox) ist aber aktiv auf der Suche nach jemandem, der das Wohlwollen des designierten Hauptdarstellers Matt Damon ("Der Informant!") findet, der sich in aussichtsreichen Verhandlungen befindet. In der Adaption eines E-Books aus dem Jahr 2012 von Andy Weir geht es um einen Astronauten, der bei der ersten bemannten Marslandung von seiner Crew nach einem gewaltigen Staubsturm für tot gehalten und folglich auf dem Planeten zurückgelassen wird. Da seine Vorräte begrenzt sind und er keine Möglichkeit hat, der Erde zu signalisieren, daß er noch lebt, sind seine Zukunftsaussichten nicht gerade rosig ... Fox möchte den Film möglichst schnell realisieren, es sollte also bald weitere Neuigkeiten geben, allen voran die Verpflichtung eines Drehbuch-Autors. Trotz der etwas an "Gravity" erinnernden Prämisse soll die Story übrigens eher ein Mix aus "Apollo 13" und "Cast Away – Verschollen" sein.

  • Als Schauspieler hat Sean Penn ja schon fast alles erreicht: Zwei OSCARs für "Mystic River" (2003) und "Milk" (2008), Parts in aufwendigen Produktionen wie "Carlito's Way" (1993), "The Game" (1997), "Die Dolmetscherin" (2005) oder zuletzt "Das erstaunliche Leben des Walter Mitty" (2013), dazu zahlreiche grandios gespielte Rollen in anspruchsvollen Werken von "Der Falke und der Schneemann" (1985) über Woody Allens "Sweet and Lowdown" (1999) und "21 Gramm" (2003) bis hin zu "Cheyenne" (2011). Als Regisseur ist seine Bilanz noch nicht ganz so eindrucksvoll. Seine Dürrenmatt-Verfilmung "Das Versprechen" mit Jack Nicholson hat 2001 zwar viele Kritiker (und mich) beeindruckt und vor allem sein großes Gespür bei der Schauspielerführung bewiesen, für ein breites Publikum war der dramatische, ausgesprochen düstere Thriller-Stoff aber zu speziell. Noch bessere Rezensionen (und zwei OSCAR-Nominierungen) erhielt sechs Jahre später seine zweite Regiearbeit "Into the Wild", aber auch diese Krakauer-Adaption (die mich ehrlich gesagt ziemlich langweilte) fand ein eher kleines Publikum. Bei Penns bevorstehendem dritten Versuch hinter der Kamera dürfte sich das kaum ändern, denn die "The Last Face" betitelte Geschichte eines engagierten Arztes, der sich zwischen der Liebe seines Lebens und seiner Berufung, als Arzt in afrikanischen Kriegsgebieten Leben zu retten, entscheiden muß, klingt nicht unbedingt nach Blockbuster-Kino. Wohl aber nach Potential für einen spannenden, emotionalen und anspruchsvollen Film. Zumal die bisher feststehende Besetzung mit Javier Bardem ("Skyfall") als Arzt und der Südafrikanerin Charlize Theron ("Snow White and the Huntsman") als Entwicklungshelferin, die das Herz des Arztes gewinnt, ziemlich vielversprechend ist. Für das Drehbuch zeichnet Erin Dignam ("Das gelbe Segel") verantwortlich, die Dreharbeiten in Afrika sollen im Juli beginnen. Entsprechend ist mit einem Kinostart irgendwann 2015 zu rechnen.

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